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In der Zwischenzeit
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In der Zwischenzeit

Cäcilia Hickl
Ein Beitrag von Cäcilia Hickl, Pastoralassistentin, Katholische Pfarrei St. Nikolaus, Rodgau
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Moderator:in:Viele von uns sind sich einig: wir leben in einer Zeit mit vielen Krisen – und vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert, das wieder eine andere Situation schafft.  Wir sind immer dazwischen, zwischen den Ereignissen und Meldungen. Worte über Zwischenzeiten von Cäcilia Hickl von der katholischen Kirche.

Im Kirchenjahr erinnern wir uns auch grade an so eine Zwischenzeit, die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten.

Die Bibel erzählt, dass diese Zeit für die Freundinnen und Freunde von Jesus ziemlich unangenehm war. Nach der Auferstehung an Ostern ist Jesus immer wieder erschienen. Sie konnten ihn sogar sehen und anfassen, da war es leicht zu glauben, dass er lebt. Aber dann ist er in den Himmel verschwunden und jetzt stehen sie da und wissen nicht, was sie tun oder glauben sollen. Jesus hat zwar gesagt, er lässt sie nicht allein, aber so fühlt es sich nicht an.

Und da wissen sie nicht, wie es weitergehen, was sie tun sollen. Wie überwinden die Jünger denn die schwierige Zeit?

Sie bleiben erstmal zusammen und beten, sie versuchen den nächsten Schritt zu entscheiden. 

Wenn wir in einer Zwischenzeit festhängen, müssen wir uns auch entscheiden, wie es weitergehen soll: Warten wir, dass etwas passiert, bis sich die Situation weiterentwickelt hat? Oder ist es Zeit, etwas zu tun?

Die Jünger und Jüngerinnen haben gewartet, aber nur 10 Tage. Dann kam Pfingsten und sie sind wieder aktiv geworden. Sie haben Menschen von ihrer Zeit mit Jesus erzählt und viele für ihn begeistert. Für mich ist das ein gutes Vorbild für Zwischen- und Krisenzeiten. Erstmal in Ruhe überlegen, was zu tun ist – und es dann auch tun.

 

 

 

 

 

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