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Herbstleuchten
Pixabay/Thomas Hendele

Herbstleuchten

Patrick Smith
Ein Beitrag von Patrick Smith, Evangelischer Pfarrer, Frankfurt
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In der Mittagspause spaziere ich öfters kurz mit einer Kollegin durch den Stadtteil, in dem ich arbeite. Im November ist es  manchmal neblig und kalt, das Licht schwächer. Ich denke ein bisschen wehmütig an den Oktober mit seinen Herbstsonnentagen.

Farbe ins Büro durch Herstlaub

Meine Kollegin erzählt von ihrem neuen Büro mit einem sehr kleinen Fenster ohne Aussicht, ein bisschen bedrückend im Herbst, wenn er grau ist. Sie hat sich vorgenommen, dem etwas entgegenzusetzen. Farbe. Sie will aber nicht streichen oder Dekorationen aus Plastik kaufen. Stattdessen sammelt sie in der Pause bunte Blätter. Ich schaue mich um und wundere mich. Hier sind doch gar keine bunten Blätter? Auf den zweiten Blick entdecke ich dann aber doch das ein oder andere.

Farbenfrohe Momente finden

Die Haltung meiner Kollegin springt auf mich über: Sie lässt sich von der grauen Jahreszeit nicht erdrücken, sucht und findet Lichtmomente. Kleine, bunte Farbklekse, die dann ihr Büro heller machen. Ich merke: es gibt viel mehr bunte Blätter, als ich dachte. Ich kann farbenfrohe Momente finden, wenn ich die Augen dafür offen halte.

Farbe mitten im November - ein Geschenk Gottes

Für mich sind diese hellen Flecken ein Geschenk von Gott. Eine Erinnerung daran, dass nicht alles grau ist. Es gibt auch leuchtende Momente. Auch ich gehe ich mit einem Strauß bunter Blätter zurück in mein Büro. Das sieht jetzt herrlich bunt aus. Mitten im November.

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