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Olympioniken im Team Gottes
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Olympioniken im Team Gottes

Daniel Stehling
Ein Beitrag von Daniel Stehling, Pastoralreferent und Katholischer Religionslehrer, Fulda
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Seit gestern ist das Feuer aus. Sie sind zu Ende:

Die Olympischen Winterspiele in Peking.

Spannende Wettkämpfe, freudestrahlende Siegerinnen und Sieger, emotionale Momente und manche Enttäuschungen haben wir in den letzten zwei Wochen miterleben können. Ich jedenfalls habe wie immer bei Olympia, eifrig am Fernseher und Radio mitgefiebert. Vielleicht galt ja auch für Sie, so wie für mich, das olympische Motto: Dabeisein ist alles! Auch wenn nur über die modernen Medien.

Einmal wirklich selbst als Olympionike dabei sein, selbst der Größte auf der olympischen Bühne sein können, wer möchte das nicht gerne? Für mich ist da der Zug wohl schon längst abgefahren. Sie wissen schon: zu untalentiert, zu gerne auf dem Sofa und natürlich auch schon etwas zu alt.

Da fällt mir als Theologe ein: Auch die Jünger Jesu wollten die Größten sein. Jesus hat sie auf die Frage, wer im Reich Gottes der Größte sei, sehr verblüfft. Er stellte ein Kind in ihre Mitte und sagte: "Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte!" (Mt 18,4) Mit diesem Bild meinte Jesus nicht kindisch zu sei, sondern wie ein Kind die Liebe Gottes und das Geschenk des Lebens vorbehaltlos anzunehmen. Eben Kind Gottes sein. Anders als bei Olympia zählt bei Gott die Liebe und nicht die Leistung. Was für ein schöner Gedanke!

Ich muss mir die Liebe Gottes nicht verdienen. Ich darf mir Gottes Liebe einfach zusagen lassen, sie in mich aufnehmen und mich an ihr freuen. Denn Gott sagt zu mir: "Du bist mein geliebtes Kind - du bist bei mir der Größte!" Fantastisch! Ich darf ein Olympionike im Team Gottes sein und zu den ganz Großen gehören. Und das nicht nur zu Zeiten von Olympischen Spielen, sondern mein ganzes Leben lang!

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