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Zurück aus den Ferien – mit Gottes Hilfe starten
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Zurück aus den Ferien – mit Gottes Hilfe starten

Michael Friedrich
Ein Beitrag von Michael Friedrich, Diakon in der Pfarrei St. Peter und Paul, Hosenfeld
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Sie werden es heute sicherlich bemerken: Das Straßenbild hat sich verändert, denn sie sind wieder unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler eilen wieder in die Schulen, die Ferien sind zu Ende. Die Gedanken und Gefühle, mit denen sie sich wieder auf den Weg gemacht haben, werden vielfältig sein. Vielleicht mit Freude endlich so manche Freundin oder manchen Freund wiederzusehen. Vielleicht auch Bedenken mit Blick auf die zu erwartenden Klassenarbeiten. Schließlich ist es bis zu dem Zeugnistermin nicht mehr weit. Und sicherlich mit einem bangen Gefühl im Bauch, wie Corona sich jetzt auf den Schulalltag auswirkt? Durchaus eine schwierige Situation.

Ich denke dabei an eine Stelle aus der Bibel. Sie steht im Matthäusevangelium (Mt 6,34): "Jeder Tag hat genug eigene Plage." Und das gilt natürlich nicht nur für die Schülerinnen und Schüler, die heute wieder zur Schule gehen. Auch viele Erwachsene beginnen heute nach der Weihnachtszeit wieder im Betrieb oder im Corona-Homeoffice mit ihrer Arbeit. Was kann in einer solchen schwierigen Situation Mut machen, was kann helfen? Mir persönlich hilft es, wenn ich ein Ziel vor mir habe. Das wirkt dann wie ein Motor, der mich antreibt. Erkenne ich was mir wirklich wichtig ist, dann erkenne ich auch welchen Weg ich gehen möchte, um das Ziel zu erreichen. Für die Schüler kann ein gutes Zeugnis ein erstes Etappenziel auf dem Weg zu einer guten Berufswahl sein. Ziele motivieren. Dafür kann ich mich dann begeistern und meine Aktivitäten darauf ausrichten, mich selbst und eventuell auch andere mitreißen. Der heilige Augustinus, der schon vor über 1500 Jahren in Italien lebte, hat das so ausgedrückt: "Du musst für etwas brennen, wenn du andere davon begeistern willst!"

Was mir auch hilft, sind Stationen, an denen ich andocken kann, um meine Energie wieder aufzuladen. Das ist zunächst die Unterstützung und die Hilfe anderer Personen. Menschen, die mir Mut machen, mich motivieren und auch einmal aufbauen. Meine Familie ist ein solcher Kraftort, aber auch gute Freunde helfen mir weiter. Und sie sagen mir natürlich, auch wenn ich Dinge nicht richtig wahrnehme oder falsch handeln möchte. Da tut ein Warnsignal gut.

Eine weitere Station, an die ich immer andocken kann, ist die Bibel. Für mich ist mein Glaube immer eine Energie und Zuversicht speisende Quelle. Mut und Kraft geben mir da die Worte aus dem zweiten Brief an Timotheus. "Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." (2 Tim 1,7) Das beschreibt zuerst einmal, dass diese Kraft schon von Haus aus in mir steckt. Dass es Gottes Wille ist, dass mein Leben gelingt und gut wird. Gottes hebräischer Name "Jahwe" bedeutet: "Ich bin da!" Ich bin da, wenn du glücklich bist und bin da – und ganz besonders dann – wenn du schwierige Zeiten erlebst! Dann bin ich da!

Diese Erfahrung wünsche ich Ihnen allen in dieser Woche, in Ihrer persönlichen Situation, nicht nur den Schülerinnen und Schülern. Auch das, was Timotheus mit markigen Worten schreibt: Kraft, Liebe und Besonnenheit.

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