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Meer - Glück
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Meer - Glück

Ein Beitrag von Jelena Wegner, Evangelische Pfarrerin, Siegbach
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Ich denke zurück an die Urlaubstage am Meer. Jeden Morgen ein ausgiebiger Spaziergang mit meinem Hund. Meine Haare und seine Schlappohren vom Wind verweht. Das Meer tobte. Nur wenige Menschen unterwegs.

Das Meer  - für viele ein Sehnsuchtsort

Zwischen den Jahren war ich an der Ostsee. Auf der Insel Fehmarn. Ein paar Tage raus aus dem Alltag. Das Meer – für viele, die ich kenne, ist das ein Sehnsuchtsort. Dort wohnt das Glück, sagt eine Freundin.

"War ich glücklicher dort?"

Nach dem Spaziergang Kaffee und Frühstück. Draußen pfiff noch immer der Wind ums Haus. Die Regentropfen klatschten ans Fenster. War ich glücklicher dort?

Der Alltag und die Sorgen reisen mit

Das Wetter war genauso gut oder schlecht wie überall. Die Fragen und die Sorgen gingen mit spazieren. Meinen Alltag hatte ich mitgenommen. Selbst das Pfeifen des Windes und das Tosen des Wassers konnten meine Gedanken nicht zum Schweigen bringe. Und trotzdem: Längst wieder zuhause vermisse ich das Meer.

Das Meer und das Glück kennen weder Ort noch Zeit

Das Meer birgt eine ungeheure Kraft. Es scheint kein Ende zu haben. Als könnte ich einen Blick in die Ewigkeit werfen. Mit seiner Weite schenkt es Freiheit und ist doch nicht zu fassen. So wie das Glück, das weder Ort noch Zeit kennt.

Je mehr ich das Glück festhalten möchte, desto schneller rinnt es mir durch die Finger. Meist merke ich erst hinterher, dass das Glück bei mir zu Gast war.

Sich vom Glück finden lassen

Ob ich den nächsten Urlaub wieder am Meer sein werde? Vielleicht. Bis dahin gehe ich in Gedanken am Strand entlang.

Und im Alltag durch den geliebten Wald. Und lasse mich vom Glück finden.

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