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Notenschluss - wie ich schlechte Zeugnisse verkraftet habe
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Notenschluss - wie ich schlechte Zeugnisse verkraftet habe

Ein Beitrag von Jelena Wegner, Evangelische Pfarrerin, Siegbach
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Eine kleine Ziffer. Und doch so entscheidend für Schülerinnen und Schüler. In diesen Tagen setzen Lehrerinnen und Lehrer die Zeugnisnoten fest.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie das damals bei mir als Schülerin war: das Bangen, ob es denn nun für die erhoffte Note gereicht hat. Dann lag das Zeugnis vor mir.

Das Mitleid der anderen

Bevor ich selber alle Noten überblickt habe, fingen die Fragen an: Was hast du in Mathe? Und in Deutsch? Wir haben unsere Noten verglichen.

Und bei manchem Zeugnis haben die anderen mich bemitleidet: Ach du Arme. Das nächste wird bestimmt besser.

Und dann stand ich wieder alleine da. Mit dem Papier in der Hand. Schwer wie ein Felsbrocken.

Warum ich nicht aufgegeben habe

Dass ich nicht aufgegeben habe, lag an meinem Glauben. Ich wusste: Auch wenn die Noten gegen mich sind, Gott steht an meiner Seite.

Er bemisst meinen Wert nicht nach Leistungen. Es gibt noch viel mehr wichtige Fähigkeiten, als gut in den Schulfächern zu sein. Mein Wert hängt nicht von einer Bewertung ab. Ich bin gut. Bin gut genug.

Das Bewerten hört nicht auf

Das hat mir Kraft gegeben, nach vorne zu schauen. An meinen Zielen festzuhalten. Mein Lateinlehrer von damals hat nicht daran geglaubt, dass ich es schaffe. Nun: Er hat sich geirrt.

Bewertungen gehören zu unserem Leben dazu. Und sie hören nicht mit dem Schulabschluss auf. Das begleitet uns ein Leben lang. Selbst bis ins hohe Alter.

Auch wenn so manche Note oder Bewertung mich niederdrückt. Ich weiß: Ich habe Freunde, die zu mir stehen. Und da ist Gott, der meinem Leben Wert zuspricht. Das gibt mir Kraft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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