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Die göttliche Eigenschaft der Mütter

Die göttliche Eigenschaft der Mütter

Ein Beitrag von Helwig Wegner-Nord, Evangelischer Pfarrer, Frankfurt

Frühstück ans Bett, Blumen auf den Tisch und Mittagessen im Restaurant. So ist das am Muttertag in den meisten Familien. Nicht, dass die Mutter sich die Blumen nicht auch selbst besorgen könnte. Und das mit dem Frühstück klappt ja auch sonst ganz gut. Aber einmal im Jahr, heute, muss das sein, da werden die Mütter verwöhnt. Und nicht nur bei uns, sondern Menschen auf allen Kontinenten feiern am zweiten Sonntag im Mai Muttertag. Von Äthiopien bis Australien, von Chile bis China.

Ein Tag im Jahr an dem die Mütter in besonderer Weise geehrt werden. Warum eigentlich? Weil sie sonst zu kurz kommen? Oder weil Kinder beizeiten lernen sollen, dankbar zu sein?  Als ich darüber nachgedacht habe, warum wir Muttertag feiern, ist mir eins deutlich geworden: Ich glaube, Mütter können nicht nur Kinder zur Welt bringen, sie stillen und nähren. Mütter können auch – wie niemand sonst – trösten. Das weiß schon die Bibel.

Wenn es dort heißt, dass Gott die Menschen tröstet, dann wird selbst Gott mit einer Mutter verglichen. Der Profet Jesaja schreibt, dass Gott die Menschen trösten will, „wie einen seine Mutter tröstet.“1 Dieser Vergleich von Gott mit einer Mutter ist für mich die wichtigste Begründung dafür, dass wir den Muttertag haben.

Dass Mütter trösten können, ist eine göttliche Eigenschaft. Sie trösten offensichtlich anders als Väter. Mütter können ihren Kindern damit etwas geben, was im ganzen Leben trägt. Das ist die Erfahrung, dass nach Trauer und Verzweiflung wieder Freude und Hoffnung kommen.

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