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Palmsonntag, das heißt: „Fortsetzung folgt“

Palmsonntag, das heißt: „Fortsetzung folgt“

Ein Beitrag von Sandra Matz, Pfarrerin, Evangelisches Gemeindenetz an der Nördlichen Bergstraße, Alsbach

Ein englisches Sprichwort sagt: „Je höher sie fliegen, um so tiefer fallen sie.“ Hochgejubelt. Doch dann in Ungnade gefallen. Oft durch eigene Schuld, Fehler und Versagen. Manchmal aber auch zu Unrecht. Ganz unschuldig.

An diesen Fall denken Christen am Palmsonntag heute. An Jesus, der bejubelt wurde und dann verurteilt wurde. Der Palmsonntag hat seinen Namen von den Palmzweigen. Mit denen haben die Menschen von Jerusalem Jesus auf seinem Weg in die Stadt begrüßt. Die Palm- oder Ölzweige waren damals Siegeszeichen. Wie  grüne Zweige für die Menschen seit alters her Zeichen für das neue Leben sind.  Jesus wurde wie ein Star bejubelt. Doch dann erfährt er, wie sich auf einmal das Blatt wendet.

Erst oben, dann unten. Das spricht auch Menschen an, die das in anderer Weise erfahren haben. Am eigenen Leib oder in ihrer Familie oder im Freundeskreis. Da war die Karriere, die sich so vielversprechend entwickelt hat und dann mit einer Kündigung endete. Da war die Ehe, die mit einer romantischen Traumhochzeit begann und irgendwann in die Brüche ging. Erst oben, dann unten.

Am Palmsonntag heute geht es um Jesus, für den das die bitterste Folge hatte. Nur wenige Tage danach wird Jesus Hass entgegenschlagen. Er wird zum Tod am Kreuz verurteilt. Ganz unschuldig. Nächsten Freitag, dem Karfreitag, denken wir daran. Doch es gibt etwas Tröstendes an der Karwoche, die heute beginnt. Sie wird nicht mit Karfreitag enden. Am Ende steht ein neuer Anfang. Jesus wird den Tod überwinden. Und auch für unser Leben hoffen wir. Und für das Leben von Menschen, die uns am Herzen liegen: Ein Ende kann auch ein neuer Anfang sein. Mit Gottes Hilfe.

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