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Johnny Appleseed

Johnny Appleseed

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Nicht schlecht. Der Mann ist so bekannt, dass sein amerikanischer Name Johnny Appleseed sogar eingedeutscht wurde: Hänschen oder Hans Apfelkern. Muss ein verrückter Typ gewesen sein. Anfang des 19. Jahrhunderts.

Ja, Johnny zog im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten quer durchs Land, trug einen großen Kochtopf auf dem Kopf und hatte die Taschen immer voller Apfelkerne. Wirklich. Und überall, wo er hinkam, streute er die Samen auf die Felder und wartete dann geduldig, bis die Keimlinge stark genug waren, bevor er weiterwanderte. Sprich: Er hinterließ eine Spur aus Apfelbäumen auf seinem Weg.

Das fanden die Farmer großartig, und die Indianer genauso. Was vor allem daran lag, dass Apfelwein damals der am leichtesten zu produzierende Alkohol war. Und so wurde Johnny Appleseed gleichzeitig zum Vorbild des „Amerikanischen Genussmenschen“, zum Initiator der Völkerverständigung und zu einem Pionier der Ökologie. In den Vereinigten Staaten zumindest kennt ihn jeder.

Spannend ist natürlich die Frage, warum der Apfelhans so voller Leidenschaft durch die Lande zog und Obstgärten gründete. Ganz einfach. Der Mann wollte nicht nur, dass es überall blühende Apfelplantagen gab, er verkündete dabei auch den christlichen Glauben. Sprich: Apfelbäume pflanzen war für ihn ein Symbol, wie lebendig Gott ist.

Na, wie dem auch sei: Heute ist Johnny-Appleseed-Day. Weil dieser skurrile Verkündiger mit dem großen Herzen am 11. März 1847 nach einem langen Wanderleben starb. Und ich überlege mir, was ich mal Schönes pflanzen könnte.

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