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Martin Luther King
Foto: pixabay / geralt

Martin Luther King

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von Dr. Fabian Vogt, Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Als er fünf Jahre alt war, erklärten ihm die Nachbarn, dass er jetzt nicht mehr mit seinem besten Freund spielen dürfe. „Was, warum denn das?“ „Ganz einfach: Er ist weiß. Und du bist schwarz.“ Tja, in den Dreißiger Jahren war in Amerika nun mal alles nach Rassen getrennt: Schulen, Kirchen, Behörden, Busse, Züge, ja sogar Waschbecken. Und diese Ungerechtigkeit ließ Martin Luther King keine Ruhe mehr.

So setzte er sich schon als junger Mann leidenschaftlich für die Gleichberechtigung von Schwarz und Weiß ein. Organisierte Sitzblockaden und Demonstrationen – und den berühmten Busstreik von 1956, in dem die schwarze Bevölkerung erklärte, sie werde solange nicht mehr mit dem Bus fahren, bis die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln abgeschafft werde. Mehr als ein Jahr hielt sie durch. Und einige Verkehrsbetriebe gingen fast bankrott.

1963 kam es dann zu einer Großkundgebung in Washington, bei der Martin Luther King seine berühmte Rede hielt: „Ich habe einen Traum, dass eines Tages die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter an einem Tisch sitzen werden.“ Und: Der Traum wurde wahr. Die von King angeführte Massenbewegung erreichte, dass die Rassentrennung tatsächlich aufgehoben wurde.

Vor 50 Jahren erhielt der Bürgerrechtler dafür den Friedensnobelpreis. Und morgen wäre er 85 geworden. Hätte ihn nicht ein Fanatiker 1968 ermordet. Nebenbei: Als man King einmal fragte, woher er seine Energie nehme, sagte er: „Der Glaube an die Kraft und die Macht des lebendigen Gottes lässt mich weitergehen ... In diesem Glauben habe ich immer einen Weg gefunden, wo kein Weg zu sein schien.“

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