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Nordic Walking
Bild: pixabay

Nordic Walking

Simone Twents
Ein Beitrag von

Simone Twents,

Referentin für Glaubenskommunikation und Pastorale Innovation, Fulda
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Kürzlich war ich in den Fulda-Auen zum Nordic Walking unterwegs. Immer noch ein bisschen langsam und lädiert, weil ich mir im Sommerurlaub den Fuß verletzt hatte. Aber immerhin wieder auf Spur und auf zwei Beinen unterwegs plus Nordic Walking Stöcke. Auf meiner Strecke war eine Mutter mit zwei dynamischen Kindern, die die ganze Zeit um die Wette gerannt sind. Blitzschnell. Absolut jenseits meiner Möglichkeiten. Aber es war toll, sie Richtung Horizont flitzen zu sehen. Eine ganze Weile später kam ich an ihnen vorbei. Sie trotteten wohl nach Hause und ihr Weg nahm kein Ende. Als ich vorbeizog, sagten die Kinder ganz entsetzt zu ihrer Mutter: "Die Frau überholt uns ja!" Die Mutter sagte dann zu den Kindern: "Ja die Frau überholt uns. Die jammert nicht so viel wie wir. Die läuft einfach. Sie läuft einfach immer weiter."

Das hat mich in dem Moment irgendwie gepackt und ich habe mir gedacht: ja. Vielleicht muss ich auch in meinem sonstigen Leben gar nicht unbedingt die Schnellste sein, die am weitesten, am höchsten, am erfolgreichsten und am augenfälligsten springt. Vielleicht genügt es einfach, immer weiter zu gehen, egal wie unspektakulär und fußlahm das erscheint.

Die Letzten werden die Ersten sein, sagt Jesus. Er selber hat diese Logik immer wieder stark gemacht: dass das augenscheinlich Große auf die Ewigkeit hin vielleicht doch nicht immer das Große ist. Dass das Unspektakuläre, Verborgene doch auf einmal offenbar wird. Dass das winzig Kleine auf einmal den entscheidenden Unterschied machen kann.

Nicht so viel jammern. Einfach laufen. Immer weiterlaufen. Dranbleiben. Auch heute wieder.

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