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Meghan und Harry
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Meghan und Harry

Dr. Fabian Vogt
Ein Beitrag von

Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt

Moderator/in: Die Welt steht Kopf: Am Samstag heiraten Meghan und Prinz Harry. Die nächste Traumhochzeit im englischen Königshaus. Seit Wochen wird heiß diskutiert: Wie wird die Braut aussehen? Hat Harry bis dahin genug abgenommen? Und ist es wirklich standesgemäß, dass ein Prinz eine geschiedene, nicht-adelige Schauspielerin mit afro-amerikanischen Wurzeln heiratet? Fabian Vogt von der evangelischen Kirche: Was sagst Du denn dazu?

Zu Meghan? Na, also erst mal ist es doch schön, dass die beiden sich lieben. Alles andere ist mir eigentlich ziemlich egal. Das ist ja zum Glück eine der großen Errungenschaften der Neuzeit: Dass Menschen in den meisten Regionen der Welt nicht mehr aufgrund von Stand, Religion, Besitz oder einfach von ihren Eltern verkuppelt werden, sondern dass sie aus Liebe heiraten können. Wie großartig!
Die beiden werden trotzdem noch an vielen Stellen erleben, dass sie mit bestimmten Konventionen in Konflikt kommen. Zum Beispiel hab ich gelesen: Viele regen sich auf, weil Meghan bei der Hochzeit selbst eine Rede halten will. Das hat es bei einer britischen Königshochzeit wohl noch nie gegeben.

Du meinst, es ist gar nicht so leicht, in ein Königshaus einzuheiraten?

Ich meine: Es ist insgesamt nicht leicht, zwei Familien zusammenzubringen – was ja eine Hochzeit auch bedeutet. Jede Familie hat ihre Traditionen, die ausgesprochen oder unausgesprochen im Raum stehen.
Deshalb finde ich es total klasse, wenn sich Paare wie Meghan und Harry in einem Gottesdienst segnen lassen. Weil das zum Ausdruck bringt: Nicht alles liegt in unserer Hand. Wir vertrauen darauf, dass Gott unsere Liebe begleiten wird. Gerade, weil die Liebe wichtiger ist als alle Traditionen.

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