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Ein Beitrag von

Sandra Matz,

Pfarrerin, Evangelisches Gemeindenetz an der Nördlichen Bergstraße, Alsbach

Ich gehe durch die Darmstädter Innenstadt. Ein junger Mann hält mir einen Handzettel entgegen. Er fragt mich: „Wollen Sie uns helfen?“ Ich werde neugierig.

Samuel heißt der Mann, der mir den Zettel hinhält. Er ist Schüler in Darmstadt. Auf dem Handzettel ist eine junge Frau abgebildet, eine Mitschülerin von Samuel. Sie ist an Knochenmarkskrebs erkrankt.

Er engagiert sich mit anderen, um der jungen Frau und ihrer Familie zu helfen. Es geht um eine Knochenmarkspende. Damit macht Samuel auch Werbung für die DKMS. Die Deutsche Knochenmarksspenderdatei. Ein Patient mit der Diagnose „Blutkrebs“ ist auf eine Knochenmarksspende angewiesen. Dadurch, dass er oder sie gesunde Stammzellen erhält, kann der Krebs geheilt werden. Aber es gibt nur wenige Menschen, deren Werte zueinander passen.

Je mehr Menschen sich als Spender registrieren lassen, desto höher ist also die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderem geholfen werden kann. Klingt kompliziert – ist es aber nicht. Um registriert zu werden, muss ich einfach nur ein Wattestäbchen in den Mund nehmen, den Abstrich in einen Umschlag stecken und an die Zentrale in Tübingen schicken. Fertig. Falls der seltene Fall eintreten sollte, dass ich als Spenderin geeignet wäre, kann ich mit meiner Knochenmarksspende Leben retten. Das läuft dann so ähnlich ab wie bei einer Blutspende.

Ich lasse mich als Spenderin registrieren. Aber das ist nicht unbedingt für jeden was.
Muss es auch nicht. Es gibt viele Wege, anderen zu helfen. Manche unterstützen Organisationen wie die DKMS oder das Rote Kreuz mit etwas Geld. Andere spenden regelmäßig Blut. Oder verteilen Handzettel wie Samuel.
Wie unsere Hilfe auch aussehen mag – sie wird einem Menschen in Not zu Gute kommen. Und das fühlt sich richtig an.

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