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Das Brot des Lebens
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Das Brot des Lebens

Bettina Pawlik
Ein Beitrag von

Bettina Pawlik,

Katholische Gemeindereferentin, Pastoraler Raum Main-Taunus-Ost

Über dreitausend Brotsorten gibt es in Deutschland. Und auch wenn Pizza, Pommes und Sushi auf dem Vormarsch sind, wird doch in unserem Land immer noch gerne Brot gegessen. Andere Länder haben anderes Brot, aber außer in Südostasien gehört Brot überall auf der Welt zu den Grundnahrungsmitteln.

Schon seit fast fünfzehntausend Jahren wird von Menschen Brot gebacken. Kein Wunder, dass es zu besonderen Ritualen und Bräuchen mit Brot gekommen ist. Man schenkt Brot und Salz zum Einzug in ein neues Haus. Und manchen Festen werden besondere Brote gebacken und gegessen: Zum Beispiel  Osterbrot und Früchtebrot.
Auch in den Religionen spielt Brot eine wichtige Rolle. Die Juden feiern das Fest der ungesäuerten Brote. Sie erinnern sich an die Zeit, als das Volk in Ägypten gefangen war. Gott hat sie befreit. Aber sie mussten sehr eilig aufbrechen. So hatte das Brot für den Reiseproviant keine Zeit zum Gehen. Später, bei der Reise durch die Wüste, hatte das Volk Hunger. Da bekamen sie von Gott Brot zum Essen, das Manna. In vielen jüdischen Gebeten danken die Menschen ihrem Gott, der ihnen Brot gibt.

Auch Jesus greift diese Gedanken auf. Zum Beispiel, wenn er im Vaterunser die Jünger lehrt, Gott zu bitten: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ (Lk 11,3). Und das Brot wird für Jesus noch wichtiger. Als er einmal auf wunderbare Weise sehr viele Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen satt gemacht hat, gibt er seinen Zuhörern eine Erklärung.  Er sagt: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt wird nicht mehr hungern“ (Joh 6,35). Und später, beim letzten Mahl mit seinen Jüngern, gibt Jesus ihnen Brot zu essen und sagt: „Das ist mein Leib für euch!“ (1 Kor 11,14)

Wenn ich nachher zum Gottesdienst gehe, werde ich die Worte Jesu hören, die er über das Brot gesprochen hat. Und ich glaube: Jesus ist mir jetzt in einer einzigartigen Weise nahe. Er ist mir nahe durch ein kleines Stückchen Brot. Und dieses Brot schenkt mir Leben, das Leben von Gott.

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