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Vernunft und Kirche gehören zusammen
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Vernunft und Kirche gehören zusammen

Guido Hepke
Ein Beitrag von

Guido Hepke,

Evangelischer Pfarrer, Weilburg
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Als 17-Jähriger erfindet er den Vorläufer des Taschenrechners. Er erklärt, was man mit Vakuum und Luftdruck alles machen kann. Und er gründet das erste Taxi-Unternehmen in Paris: die 5-Groschen-Kutsche. Sein Name: Blaise Pascal. Ein Multitalent in Mathematik, Physik, Business und Philosophie. Er war noch keine vierzig Jahre, als er sechzehnhundertzweiundsechzig starb.

Für Blaise Pascal gehörten Vernunft und Glaube zusammen. Er war Naturwissenschaftler und forschte gleichzeitig sein Leben lang in der Bibel. Er fand heraus: Die Liebe des Schöpfers zu seinen Geschöpfen zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Überall kann man erkennen: Gott meint es gut mit den Menschen. Deshalb ist es logisch, auf Gott zu vertrauen.

Für Blaise Pascal war das nicht nur logisch und vernünftig. Er hat die Liebe Gottes gespürt, in seinem Herzen: Gott ist in meiner Nähe. Auf einem Zettel hat er das umschrieben: „Gewissheit, endlich Gewissheit. Mein Empfinden: Freude, Friede“. Diesen Zettel hat er immer bei sich getragen. Sein ganzes Leben, eingenäht in seinen Mantel.

Blaise Pascal ist für mich ein Vorbild: Ich soll denken, nachdenken, zweifeln, gerade auch als Christ. Und ich kann mich anrühren lassen von den kostbaren Momenten, in denen Gottes Gegenwart spürbar ist. In einem Lied, in einem Wort, in einer Umarmung, in der friedlichen Stille einer Kirche.

Von Blaise Pascal habe ich gelernt, mir die Dinge bewusst zu machen, die mich berühren. Manchmal schreibe ich sie auf – und stecke die Zettel ins Portemonnaie. Sätze wie diese: Gott ist die Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott. Und Gott in ihm.

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