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Pflege zu Hause
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Pflege zu Hause

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in: Um die Pflege von kranken und alten Menschen geht es jetzt in der Corona-Krise immer wieder in Nachrichten und Berichten. Die Pflegekräfte in den Krankenhäusern und Altenheimen kommen mehr in den Blick. Die müssen ganz schön was stemmen und kriegen wenig Geld und Anerkennung dafür. Aber es gibt noch eine andere Gruppe von pflegenden Menschen, die wenig Beachtung findet. Alex Becker von der katholischen Kirche: an die hast du jetzt öfter denken müssen.

Ja, das sind die Menschen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen. Ich hab jetzt eine Zahl dazu gehört, die mich echt überrascht hat: Etwa 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Das war mir nicht klar: so eine große Anzahl! Ich hab in meiner Arbeit als Seelsorgerin immer wieder Menschen besucht, die einen Angehörigen zu Hause pflegen. Das ist oft ein unglaublich großer Einsatz, den Menschen da zeigen. Manche von ihnen haben sozusagen seit vielen Jahren Ausgangsbeschränkungen. Die können das Haus nur verlassen, wenn gerade mal jemand anderes für die pflegebedürftige Mutter oder den Vater sorgt. 

Für die ändert sich dann durch die aktuellen Coronabestimmungen gar nicht so viel…

Genau, das ist mir eben in den letzten Wochen klarer geworden. Im Moment fällt für uns so Vieles aus. Aber wir können zumindest immer mal wieder raus vor die Tür und was Anderes sehen. Menschen, die zu Hause pflegen, können das oft nicht so einfach. Ich wünsch mir, dass auch diese Menschen in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Und ich hab mir zumindest vorgenommen die, die ich kenne, mal wieder anzurufen und auch einfach mal zu fragen, ob ich was für sie tun kann.

 

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