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Die Konfis und Jesus
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Die Konfis und Jesus

Susanna Petig
Ein Beitrag von

Susanna Petig,

Evangelische Pfarrerin, Kirchspiel Gensungen, Felsberg /Eder
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Die Konfis haben einen Gottesdienst gestaltet. Über Jesus. Und ich war sehr gespannt, was die Konfis über Jesus denken.

Sie waren engagiert dabei. Eine Kleingruppe hatte sich die „Ich-bin“-Worte vorgenommen. Eins beschreibt Jesus als das Licht der Welt, ein anderes als Brot des Lebens, ein drittes als guten Hirten. Die Konfis kombinierten Bilder aus dem Internet mit den biblischen Worten und deuteten die Bibelverse selbst. Zum Beispiel „Von Jesus kommt alles, was wir brauchen.“ Eins ihrer Jesusbilder zeigt Jesus mit sichtbarem Herzen und freundlichem Gesichtsausdruck. Deshalb hatten sie es ausgesucht, sagten sie. Weil man sehen kann, dass Jesus Herz hat und sich für uns interessiert.

Eine andere Kleingruppe beleuchtete die Enttäuschungen, die Jesus am Ende erleben musste: Zum einen den Verrat durch Judas und zum anderen, dass Petrus log und behauptete, ihn nicht zu kennen. Ein wichtiges Thema, fanden sie. Manchmal wird man auch von vertrauten Menschen im Stich gelassen. Das tut besonders weh, mehr noch als das, was Gegner tun.

Eine dritte Kleingruppe hatte sich an eine Predigt gewagt. Sie stellten Jesu Hilfsbereitschaft in den Mittelpunkt. Dass er von anderen kritisiert wurde, weil er sich dabei nicht unbedingt an das Feiertagsgebot hielt – dafür hatten sie wenig Verständnis. Anderen zu helfen ist eindeutig wichtiger, fanden sie. Und wir sollten das alle noch viel mehr tun, dann würde die Welt sich zum Besseren verändern.

Ich finde, die Konfis haben eine ganze Menge verstanden.

Manches sehen sie mit anderen Augen als ich – aber das ist ja auch richtig so. Jeder Mensch füllt die Inhalte des Glaubens mit seinen eigenen Erfahrungen. Und die sind nun mal recht unterschiedlich. Also auch unser Glaube.

Aber die wesentlichen Botschaften bleiben dieselben. Jesus hat Herz und ist für uns da. Er kennt Enttäuschungen und Leid und zeigt uns, wie wir gut damit umgehen können. Und Nächstenliebe ist wichtiger als formale Ordnungen.

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