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Urlaub – Zeit der Entspannung, Zeit für sich selbst, Zeit mit Gott
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Urlaub – Zeit der Entspannung, Zeit für sich selbst, Zeit mit Gott

Michael Friedrich
Ein Beitrag von Michael Friedrich, Diakon in der Pfarrei St. Peter und Paul, Hosenfeld
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"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" so lautet der Titel eines Liedes von Sänger Reinhard Mey. Noch gerade rechtzeitig zur Ferienzeit sind die  Einschränkungen der Corona-Pandemie gelockert worden. Urlaub ist in vielen Orten und Ländern wieder möglich. Der Sommer bringt für mich immer etwas Leichtes mit, etwas Befreiendes. Lange Abende mit Freunden, Familie - das Leben findet draußen auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten statt. Befreit von den Verpflichtungen des Alltags, fühlen sich viele Menschen frei. Das ist gut so, aber wir wissen auch: In einigen Wochen hat uns der Alltag wieder.

Auch die Bibel ist voller Reisegeschichten. Die Arche Noah ist so etwas wie das erste Kreuzfahrtschiff. Oder der Apostel Paulus: er bereiste den ganzen östlichen Mittelmeerraum, seine Briefe sind auch gesammelte Reiseberichte. Damals wie heute: Menschen sind unterwegs und erleben dabei Ähnliches. Die Spannung vor dem Aufbruch, die Frage wie es auf der Reise sein wird und natürlich die Hoffnung auf eine glückliche Rückkehr.
Der Traum der grenzenlosen Freiheit ist so alt wie die Menschheit. Die Bibel berichtet das in einem Psalm (Psalm 108,5): "Denn deine Güte reicht, soweit der Himmel ist, deine Treue, soweit die Wolken ziehen." Hinter all dem verbirgt sich die tiefe innere Sehnsucht nach Licht und Sonne, nach Wärme, Harmonie und Frieden. Dinge, die wir im Urlaub gerne erwarten und erleben. Aber sie deuten auch darauf hin, dass Leben gelingen kann und wir schon im Hier und Jetzt, im Alltäglichen ein "wenig Himmel auf Erden" erleben.
In den Ferien und im Urlaub, dürfen wir ausruhen, entspannen und neue Kräfte sammeln. Jesus selbst hat uns auf die Bedeutung des Wechsels von Arbeit und Entspannung hingewiesen. Jesus gönnt seinen Jüngern immer wieder Zeiten der Entspannung: "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind und ruht ein wenig aus“ ist im Markusevangelium zu lesen (Mk. 6,31). Ein großer Mann des Mittelalters, Bernhard von Clairvaux mahnt, auch auf uns selbst zu achten, dafür Sorge zu tragen, dass es uns auch persönlich gut geht: "Denk also daran, gönne dich dir selbst. Ich sage nicht, tu das immer, aber immer wieder einmal!"
Also: Unternehmen wir im Urlaub Dinge die uns guttun, egal ob zu Hause auf dem Balkon, im Garten oder in der Fremde. Und: nehmen wir auch Gott mit in die Ferien. Auch mit ihm finden wir Ruhe, können zu uns selbst kommen und neue Kraft schöpfen. Immer und überall können wir Gott begegnen. Lassen Sie sich inspirieren von seinem Werk: Von der Schönheit der Blumen, Tiere, Wälder, Seen, Ozeane und Berge. Auch schöne Bauten, die Menschen zu seiner Ehre geschaffen haben, weisen uns auf ihn hin. In den Domen und Kathedralen, in kleinen Kapellen oder in den Klöstern sehen wir zu Stein gewordene Glaubenszeugnisse. Lassen Sie die Seele baumeln und finden Sie an all den Orten Entspannung, Ruhe und neue Kraft.

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