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Das Leben - ein Geschenk

Das Leben - ein Geschenk

Winfried Engel
Ein Beitrag von Winfried Engel, Ltd. Schulamtsdirektor i. K. i. R., Fulda
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Heute ist Sonntag. Für die einen ein Tag zum Ausschlafen und Faulenzen, für andere der Tag, um hinauszugehen in die Natur, für wieder andere der Tag des Herrn, Zeit für Gottesdienst und Gebet. In jedem Fall bietet er Gelegenheit zum Ausruhen von den Belastungen der vergangenen Woche, zum Innehalten im schnellen Lauf des Alltags, auch zum Kraft schöpfen für das, was neu auf einen zukommt. Und gerade deshalb ist er so wichtig, der Sonntag. Jeder Mensch braucht Zeiten der Ruhe und der Entspannung. Vor allem aber auch deshalb, damit das eigene Leben nicht in ständiger Hektik versinkt und sich vielleicht sogar das Gefühl einstellt, dass alles gar keinen rechten Sinn mehr hat. Im Museum von Xanten am Niederrhein kann man einen Spruch lesen, der – wie ich meine – sehr treffend zum Ausdruck bringt, was man nach einer harten Woche empfinden könnte, und der zugleich Mut macht zum Weitermachen.

Dieser Spruch lautet:

„Es kann uns manchmal das Lachen vergehen, aber verlernen dürfen wir es nie.
Es kann uns manchmal eine Sorge drücken, aber erdrücken lassen dürfen wir uns nie.
Es kann uns manchmal ein Mensch auf die Nerven gehen, doch feindselig werden dürfen wir nie.
Es kann uns manchmal das Leben sinnlos erscheinen, doch gering schätzen dürfen wir es nie;
denn es ist eine Gabe Gottes, und selbst die dunkelste Nacht hat ein Ende: Es wird immer wieder Tag.“

Das Leben, eine Gabe, ein Geschenk Gottes. Und weil das so ist, hat es einen unschätzbaren Wert. Ein Geschenk ist immer zum Wohl des Beschenkten. Deshalb kommt normalerweise auch niemand auf die Idee, ein Geschenk achtlos beiseite zu legen oder gar wegzuwerfen. Wie viel mehr gilt das für mein Leben, das mir von Gott geschenkt ist. Ich darf es täglich neu annehmen und gestalten, und dies in der Gewissheit, dass Gott mir dabei zur Seite steht. Der Sonntag ist der geeignete Tag, sich dieses neu bewusst zu machen.

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