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Nachhaltigkeit versus Kinder
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Nachhaltigkeit versus Kinder

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in:Seit Sonntag läuft in der ARD die Themenwoche: „#wieleben – bleibt alles anders“, mit vielen Sendungen im Fernsehen und Radio, Internet und natürlich auch bei uns hier in hr3. Die Frage ist: Wie wollen wir in Zukunft leben? Alex Becker von der katholischen Kirche: Eine der Fragen in der Themenwoche beschäftigt dich besonders, hast du erzählt.

Genau. Eine Frage, über die ich in dieser Themenwoche gestolpert bin, lautet: Ist es ok, Kinder in die Welt zu setzen, wo doch jeder neue Mensch so viele Ressourcen verbraucht, die auf unserer Erde nicht unbegrenzt vorkommen? Also sozusagen die Frage: Was ist dir wichtiger: Nachhaltigkeit oder Kinder?

Puh, das ist echt eine heftige Frage…

Oh ja. In Interviews dazu hab ich Menschen gehört, die sagen: Sie werden bewusst keine Kinder bekommen, weil es sowieso zu viele Menschen in der Welt gibt. Oder eine Mutter, die sagt: Heute würde sie sich anders entscheiden und lieber ein Kind adoptieren, das schon da ist. Viele sagen aber auch: Kinder sind etwas Wunderbares und sie wollen nicht darauf verzichten.

Und wie siehst du das?

Ich bin selbst Mama. Und ich würde mich immer wieder für ein Kind entscheiden. Ich seh das vor allem aber nicht so schwarz-weiß. Ich kann auch mit Kind Ressourcen schonen und versuchen, so gut es eben geht nachhaltig zu leben. Und ich hoffe, ich werde meinem Kind das auch mitgeben: Ein Staunen über diese Welt und eine Liebe zu dieser Erde, die für mich auch Schöpfung Gottes ist, für die ich mit verantwortlich bin. Und noch etwas: Über Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung reden wir vor allem wieder seit „Fridays for future“. Und das gäbe es nicht ohne selbstbewusste Kinder und Jugendliche!

 

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