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Mutter Teresa
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Mutter Teresa

Dr. Fabian Vogt
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Dr. Fabian Vogt,

Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Darmstadt
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Moderator/in:Gerade wurden die Gewinner der diesjährigen Nobelpreise bekannt gegeben. Aber heute vor 40 Jahren hat eine ganz besondere Frau den Friedensnobelpreis erhalten, eine, die weder als Politikerin, noch als Aktivistin bekannt war, sondern dafür, dass sie ganz konkret Hilfe geleistet hat: Mutter Teresa, die in den Slums von Kalkutta den Armen, Kranken und Sterbenden beigestanden hat. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Was war das denn für eine Frau?

Mutter Teresa war eine Nonne, die für ihre diakonische Arbeit einen eigenen Orden gegründet hat: die „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Weil sie eben fand: Wir dürfen in Kirche und Politik nicht nur reden, wir müssen ganz konkret handeln.

Und das hat sie gemacht: Sie ist zu den Ärmsten der Armen gegangen und hat ihnen geholfen. Und das auf so beeindruckende Weise, dass sie inzwischen sogar zur Heiligen ernannt wurde.

Wie kommt ein Mensch denn darauf, sich so zu engagieren?

Na, Mutter Teresa war natürlich durch ihren Glauben motiviert. Sie war der Meinung: Für Gott ist jeder Mensch gleich wertvoll. Sie hat sogar mal geschrieben: „Ich möchte die Menschen spüren lassen, dass sie erwünscht sind, dass sie geliebt werden, dass sie jemand Besonderes sind. Denn dann können sie sogar mit Liebe und in Würde sterben.“ Das sind schon große Sätze.

Und wie hat sie damals die Ernennung zur Friedensnobelpreisträgerin aufgenommen?

Das war sehr komisch. Sie hat erst mal betont: „Der Preis ist nicht für mich, der gebührt Gott.“ Dann hat sie hinzugefügt: „Ich will auch kein Festbankett, ich nehme das Geld, das diese Feier kostet, lieber für die Armen.“
Und dann hat sie sich einfach weiter um die Menschen gekümmert.

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