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Die „Goldene Regel“
Bildquelle: Kim Heimbuch/Pixabay

Die „Goldene Regel“

Susanna Petig
Ein Beitrag von

Susanna Petig,

Evangelische Pfarrerin, Kirchspiel Gensungen, Felsberg /Eder
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Es war ein Raum, den viele verschiedene Menschen nutzen. An der Tür stand: „Bitte hinterlassen Sie diesen Raum so, wie Sie ihn vorzufinden wünschen!“ Wahrscheinlich hatte es schon Ärger gegeben. Vielleicht war alles unordentlich   oder es war Müll liegengeblieben. Jedenfalls waren die, die danach hierherkamen, nicht begeistert.

„Ist doch eigentlich eine Selbstverständlichkeit“, mögen Sie jetzt denken. „Frei nach dem Sprichwort „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ So sagt man doch. Also mute dem Nächsten nicht etwas zu, was dich selbst auch stören würde.

Und das gilt ja genauso auch in anderen Zusammenhängen. Du willst nicht unfreundlich behandelt werden, also sei selbst auch nicht unfreundlich. Du willst nicht gemobbt oder lächerlich gemacht werden, also tu das selbst auch anderen nicht an. Ganz einfach. Wenn sich alle danach richten würden, wäre die Welt ein besserer Ort.

Man nennt diesen Ratschlag „Die Goldene Regel“. Sie passt in ganz viele Situationen hinein, und immer ist sie ein guter Wegweiser. Das hat schon über viele Generationen den Menschen eingeleuchtet. In diesen Reim hat man sie wohl gefasst, um sie sich noch leichter merken zu können. „Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Ursprünglich war sie kein Reim. Sie stammt aus der Bibel, aus der berühmten Bergpredigt von Jesus (Evangelium des Matthäus, Kapitel 7, Vers 12). Sie ist uns heute vorgeschlagen als Motto über diesen Tag. Jesus hat gesagt: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!“ Er fügt hinzu: Damit erfüllt ihr Gottes Willen!

Gleichzeitig macht es das Zusammenleben angenehmer und erspart Ärger. Also ich finde diese Regel Gold wert!

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