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Den Weg mit Gott gehen
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Den Weg mit Gott gehen

Steffen Jahn
Ein Beitrag von

Steffen Jahn,

Referent für Weltkirche im Bischöflichen Generalvikariat in Fulda
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Moderator/in: Es gibt mittlerweile einige Branchen, die große Nachwuchssorgen haben. Auch in Hessen müssen sich gerade viele kleine Betriebe oder Läden Sorgen um ihre Zukunft machen. Manche Berufe sind nicht mehr so gefragt bei jungen Leuten, manche Jobs sind einfach unattraktiv geworden. Das trifft in vielerlei Hinsicht auch die Kirchen. Steffen Jahn, du arbeitest bei der katholischen Kirche und hast einen jungen Mann getroffen, der erst vor wenigen Tagen Priester geworden ist?

Das ist richtig. Und ich war total begeistert, denn der Berufswunsch "katholischer Priester", der kommt ja bei Jugendlichen heutzutage eher selten vor. Und "Pfarrer zu werden" ist auch eher eine Berufung als nur ein Beruf. In der Regel gibt‘s davor ein langes Studium und eine Phase, in der sich der Anwärter ausgiebig selbst prüfen muss, ob das tatsächlich der richtige Weg ist und ob er wirklich dazu bereit ist. Erst dann kann eine Priesterweihe stattfinden. Und die Ehelosigkeit ist nur eines der Versprechen, die er dabei eingeht.

Mit einer solchen Entscheidung verändert sich das Leben also komplett. Wie lange dauert dann eine solche Berufung?

Das kann ganz unterschiedlich sein. Ziel ist es dabei auch, eine Art geistliches Leben einzuüben. Der junge Mann, den ich getroffen habe, der ist mit 21 Jahren schon in einen Orden eingetreten und hat schon einige Erfahrung mit dem geistlichen Leben mit Gott gemacht. Das ist bestimmt ganz hilfreich bei einer so wichtigen Entscheidung.

Und was hat dich daran so begeistert?

Das heutzutage ein junger Mann noch bereit ist, so einen Weg zu gehen. Entgegen aller Kritik und Schwierigkeiten. Heute wird im Gottesdienst eine ähnliche Geschichte erzählt. Es ist die erste Begegnung der Jünger mit Jesus. Und Jesus sagt zu ihnen: "Kommt mit mir und seht!" Und die ersten Jünger folgen ihm auf seinem Weg. So wie es der junge Mann macht, der jetzt Priester wird. Einen Weg, der ganz auf ein Leben mit Gott ausgerichtet ist und auf dem man auch auf einiges verzichten muss. Trotzdem entscheidet er sich ganz bewusst und geht den Weg im Vertrauen auf Gott. Und dieses starke Vertrauen hat mich wirklich begeistert!

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