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Willst du gesund werden?
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Willst du gesund werden?

Thomas Drumm
Ein Beitrag von

Thomas Drumm,

Evangelischer Pfarrer, Leiter der Akademiker-SMD, Marburg
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Kranksein ist nicht schön. Mit Schmerzen leben – das ist wirklich schlimm. Aber manchmal hat es auch Vorteile, krank zu sein: Ich erfahre Zuwendung, werde umsorgt, muss nicht arbeiten gehen oder im Haushalt mithelfen. Die anderen kümmern sich um mich. Darum möchten manche Kranke erst gar nicht gesund werden. Ja, das gibt es: Man richtet sich in seiner Krankheit ein, will sie nicht loswerden, um weiter Aufmerksamkeit zu erfahren.

Willst du gesund werden?

Willst du gesund werden? – So abwegig war die Frage gar nicht. Jesus hat sie gestellt. Einem Kranken. Schon 38 lange Jahre gehorchten ihm die Beine nicht mehr. Gelähmt – ein halbes Leben lang. Im Grunde kannte er es gar nicht anders. Hatte sich mit der Situation abgefunden, zurückgezogen in seine kleine Welt, in sein Bett – gelähmt in seinem Nichts-Tun-Können.

Will ich mich den Herausforderungen des Lebens stellen?

Und dann kommt Jesus. Sieht ihn, wie er daliegt. Und stellt ihm nur diese eine Frage: Willst du gesund werden? Das hat etwas angestoßen in dem Kranken. Er fing an nachzudenken: Will ich das wirklich? Gesund werden? Wieder arbeiten gehen? Mich den Herausforderungen des Lebens stellen, Verantwortung übernehmen? Möchte ich wirklich raus aus meiner kleinen Welt?

So richtig davon überzeugt war er noch nicht. „Ich habe doch niemanden, der nach mir schaut. Keiner hilft mir,“ jammerte er. Jesus ist nicht auf die Klage eingegangen, sondern sagte: „Du willst gesund werden? Gut! Steh auf, nimm deine Matte und geh!“

Ein Wunder geschieht

Und – o Wunder – der Mann ist aufgestanden. Die Worte haben ihm Kraft gegeben. Er hat die Krankheit hinter sich gelassen und ein neues Leben begonnen.

Die Perspektive ändern, kann neue Wege eröffnen

Ein Wunder. Nicht jeder erfährt das. Viele haben weiter Einschränkungen. Wer aber seine Perspektive ändert, dem können sich neue Wege eröffnen, auch mit einer Krankheit zu leben.

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