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Endlich wieder an die Uni
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Endlich wieder an die Uni

Johannes Meier
Ein Beitrag von

Johannes Meier,

Evangelischer Pfarrer und Journalist, Kassel
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Mitte Oktober 2021 beginnt für alle Studierenden in Hessen das Wintersemester. Es ist ein besonderes: Nach drei fast ausschließlich digitalen Studiensemestern heißt es jetzt wieder: Zurück an die Uni! Ein Großteil der Lehrveranstaltungen findet wieder vor Ort statt. Wieder echte Leute treffen, zusammen sitzen in der Vorlesung, im Seminar, im Labor oder in der Bibliothek. Und natürlich in Kneife und Café! Pfarrer Johannes Meier aus Kassel freut sich mit.

Nicht mehr allein vor dem Laptop

Julia freut sich: Endlich kehrt wieder Leben in ihr Wohnheim zurück. Die Theologiestudentin beginnt ihr sechstes Semester in Marburg. Mehr als die Hälfte ihrer Studienzeit hatte sie allein vor dem Laptop verbracht.

Leute treffen, lernen, feiern

Jetzt kann sie sich wieder mit Leuten treffen. Endlich wieder Diskussionen in der WG-Küche und nächtelange Campus-Partys!

Das Semester beginnt mit einem Gottesdienst

Julia engagiert sich im Team der Evangelischen Studierendengemeinde. Sie bereiten gerade den Gottesdienst vor zur Semester-Eröffnung.

Raus aus der Arche, rein ins Leben

Julia ist dazu  die Bibelgeschichte von der Arche Noah eingefallen: Als die schwere Zeit der Sintflut überstanden war, kommen die Tiere und die Menschen aus der Arche und feiern ein Freudenfest. Das Leben kann neu beginnen. Julia findet, das passt perfekt zu diesem Semesterbeginn nach den Lockdown-Zeiten. Sie weiß noch nicht, ob sich ihre Idee im Team durchsetzt.

Ein Fest feiern oder lieber klagen?

Manche finden ein Freudenfest eher daneben. Auf alle Fälle muss auch Raum sein für Ärger und Klage: Ärger über teilweise mieses Krisenmanagement der Uni und digitale Totalausfälle. Klage über geplatzte Studienpläne und Lebensträume, über Depressionen und Langzeitschäden. Auch Klage über die Toten der Pandemie.

Der Regenbogen ist das Zeichen der Versöhnung

Das sehe ich genauso, dazu muss Raum sein. Aber die Idee mit der Arche-Noah-Geschichte passt trotzdem. Sie erzählt ja auch: Nach der Sintflut leuchtet bunt der Regenbogen. Als Zeichen der Versöhnung. Genau das braucht es jetzt für einen guten Neubeginn, nicht nur an den Unis.

Wünsche und Gebet für einen Neuanfang für Alle

Schenke Gott uns die heilsame Kraft der Versöhnung. Damit wir aus Fehlern lernen, statt sie uns nur vorzuwerfen. Damit wir gemeinsam den Blick nach vorne richten. Vielleicht singen Julia und die anderen im Gottesdienst zum Uni-Beginn dieses Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch: Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! (...) Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit

Das Lied "Vertraut den neuen Wegen" steht im Evangelischen Gesangbuch Nr. 395

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