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Allein unter Frauen - Paul macht FSJ in der Kita
Anna Parschan

Allein unter Frauen - Paul macht FSJ in der Kita

Ein Beitrag von

Anna-Katharina Parschan,

Journalistin, katholisch, Frankfurt
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Hi, ich bin Paul, bin 19 Jahre alt und komme aus Frankfurt.

Paul macht sein freiwilliges soziales Jahr in einer katholischen Kita in Frankfurt. Es gibt neun Erzieherinnen, rund 60 Kinder und Paul. Er ist der einzige männliche Betreuer.

Im Alltag fällt mir das gar nicht mehr auf. Ich bekomme halt teilweise solche handwerklichen Aufgaben, wenn irgendwo kleinere Reparaturen sind. Die werden mir dann ganz gern zugeteilt, aber die mach ich auch sehr gerne, weil es mir Spaß macht und die Kinder haben da auch riesen Spaß dran, einen zu beobachten, wie man irgendwas hantiert oder werkelt. Da sind die immer gern dabei.

Paul findet, es hat manchmal auch Vorteile, ein männlicher Betreuer zu sein. Vor allem bei Kindern mit anderem kulturellen Hintergrund.  

Ich habe das Gefühl, dass mehr hängen bleibt, wenn ich ein ernstes Wörtchen mit denen rede als das vielleicht bei einer weiblichen Kollegin sein könnte. Ich glaube, das ist einfach eine Erziehungssache, die auch kulturell bedingt ist. Dass einfach die Väter bei ihnen zu Hause eine viel autoritärere Rolle spielen als die Mütter. Und deswegen wirkt vielleicht auch das Wort von dem männlichen Erzieher mehr Autorität aus.

Paul erlebt viel Gutes in der Kita. Er will den Kindern auch was zurückgeben und mit auf den Weg geben.

Ich versuche, wenn sich Kinder streiten, einen guten Umgang zu vermitteln. Dass die Kinder gewaltlos Sachen regeln können, dass sie miteinander reden. Dass sie ehrlich zueinander sind. Dass sie einfach einen ordentlichen Umgang untereinander pflegen und in ihrer Freizeit nicht nur aufs Tablet schauen. (lacht)

Du erzählst uns deine Story. YOU FM. Zusammen mit den Kirchen in Hessen.

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