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Frühaufsteher
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Frühaufsteher

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar
Ein Beitrag von

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar,

Evangelische Pfarrerin, Bad Vilbel
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Es ist frühmorgens. Ich muss aufstehen, aber andere sind schon längst wach, wie ich gerade gemerkt habe, weil das Fenster auf Kipp steht.

Das Haus, die Straße und das Dorf sind noch ganz still, aber die Vögel singen schon jetzt, noch bevor es hell wird.

Fast alle Vogelarten fangen weit vor Sonnenaufgang an zu singen.

 

Leonard Cohen singt davon in seinem Lied „Anthem“, auf deutsch „Hymne“:

Das Lied fängt so an:  

„The birds they sang

at the break of day

Start again

I heard them say“

„Die Vögel, sie sangen

am Tagesanbruch

Fang noch mal von vorne an

Hörte ich sie sagen“

 

Die Vögel singen schon, wenn noch alles dunkel ist.

Das gibt Hoffnung.

Es wird nicht dunkel bleiben.

So als würden die Vögel das Tageslicht herbeisingen.

Leonard Cohen besingt in diesem Lied Hoffnung.

Hoffnung, dass jeder Nacht ein Morgen folgt.

Das heißt für mich, dass es in dunkeln und scheinbar ausweglosen Situationen, weitergeht.

Cohen singt davon, dass Hoffnung aus dem wenigen wächst, was jetzt möglich ist und dass daraus wirklich Neues und Anderes werden kann.

 

Das klingt so als sei der entscheidende Anfang schon gemacht, als sei das neue Lied schon angestimmt, lange bevor ich auf den Beinen bin.

Wie die Vögel, die schon seit vier Uhr morgens singen.

Als ich ins Auto steige, merke ich, dass ich vor mich hin pfeife.

Und das fast mitten in der Nacht!

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