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Auf dem Weg zum Weltjugendtag nach Panama
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Auf dem Weg zum Weltjugendtag nach Panama

Michael Friedrich
Ein Beitrag von

Michael Friedrich,

Volkshochschulleiter und Diakon, Hosenfeld
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„Oh wie schön ist Panama“ lautet der Titel einer Geschichte des Autors Janosch. Darin machen sich eines Tages der kleine Bär und der kleine Tiger auf den Weg: Sie suchen Panama, das Land ihrer Sehnsucht. Nach vielen Abenteuern findet Sie es schließlich am Ende einer langen Reise. Und zwar genau in dem Moment, indem sie, wieder in ihrem eigenen Wohnzimmer ankommen.

Heute Nacht sind 55 Jugendliche von Fulda nach Panama aufgebrochen. Ihr Ziel ist der diesjährige Weltjugendtag. Begleitet werden Sie von Charly. Der bezeichnet sich selbst als Weltjugendtagsopa. Nicht nur, weil er bereits zum fünften Mal an einem Weltjugendtag teilnimmt, sondern  auch mit Blick auf sein Alter. Er ist Lehrer an einer katholischen Schule, dem Marianum in Fulda, und leitet dort das Blasorchester. Die Instrumente der Musiker gehen folglich mit auf die Reise über den großen Teich. Zunächst geht es nach New York und von dort weiter nach Panama. Die ersten Tage werden die Jugendlichen in Colón, einer Hafenstadt an der karibischen Küste des mittelamerikanischen Landes verbringen. Höhepunkt ist dann die Kernwoche des Weltjugendtages in Panama City mit Papst Franziskus. Auf die Veranstaltungen mit dem Papst freuen sich die Teilnehmer besonders. Wiederholt werden die jugendlichen Musiker ihre Instrumente auspacken und bei zahlreichen Veranstaltungen unter Charlys Leitung muszieren. Und was erwartet die Jugendlichen sonst noch? Natürlich Gottesdienste, Unterweisungen in Glaubensfragen und viele Begegnungen mit jungen Menschen aus der ganzen Welt. Die Teilnehmer freuen sich Gemeinschaft zu erleben und den Glauben an Jesus Christus mit anderen zu feiern. Apropos feiern: Das Feiern wird groß geschrieben und man kann sich den Weltjugendtag auch als große Party, als Fest vorstellen, in dem Jesus Christus der Mittelpunkt ist. Eine Feier mit einem bemerkenswerten Motto: Denn der Weltjugendtag steht unter dem Motto: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort" (Lk 1,38). Dies ist die Zusage Marias auf die absolut außergewöhnliche Frage des Engels Gabriel „ob sie Jesus gebären wolle?“

Es ist auch die Frage an jeden Teilnehmer, ob er an Jesus glaubt und diesen Glauben in seinem persönlichen Leben umsetzen möchte. Eine Antwort geben die Jugendlichen mit ihren Gebeten und mit ihrer Musik, mit denen sie sich zum Glauben bekennen. Zum Repertoire der Jugendlichen aus Fulda gehört selbstverständlich auch die Weltjugendtagshymne „Nimm mein Ja“. Charly ist davon überzeugt: Für viele der Jugendlichen wird es „die Reise ihres Lebens“. Er freut sich mit so vielen jungen Menschen auf einen Glaubensweg zu gehen und auf begeisternde und mitreißende Gottesdienste und Begegnungen. Auch ich erhoffe mir dies für die vielen Jugendlichen die den Weltjugendtag besuchen. Und zwar nicht nur für die größte deutsche Gruppe, die 180 Teilnehmer aus dem Bistum Fulda, sondern für die Teilnehmer aus der ganzen Welt.

Und noch mehr: Ich persönlich wünsche mir solche begeisternden Glaubenserlebnisse auch in unseren Gemeinden in Frankfurt, Wiesbaden oder Fulda. Dann würden, wie beim kleinen Tiger und beim kleinen Bär, Sehnsüchte erfüllt und wir könnten aus vollem Herzen sagen: „Oh wie schön ist Panama“.

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