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Mariä Himmelfahrt
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Mariä Himmelfahrt

Dr. Klaus Depta
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Dr. Klaus Depta,

Katholischer Rundfunkbeauftragter, Fulda
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Moderator/in: Heute feierte die Katholische Kirche den Festtag „Maria Himmelfahrt“. Gesetzlicher Feiertag ist dieser Tag flächendeckend allerdings nur im Saarland. Bei unseren bayrischen Nachbarn hatten immerhin die Menschen in Städten und Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung heute einen gesetzlichen Feiertag. Klaus Depta von der Katholischen Kirche: Was bedeutet genau „überwiegend katholische Bevölkerung“?

Dass in der jeweiligen Gemeinde mehr Katholiken als evangelische Christen leben. Das ist in Bayern bei etwa 75% der Gemeinden der Fall. Als vor ein paar Jahren plötzlich in ein paar „überwiegend katholischen Gemeinden“ evangelische Christen die Oberhand hatten, ging der Feiertag Mariä Himmelfahrt dort verloren. Bei uns in Hessen gibt es so etwas nicht. Wir haben nur landesweite Feiertage.

Und wie kommt es grundsätzlich zur Festlegung von Feiertagen?

Früher wurden die kirchlichen Feiertage gefeiert – überall. Erst später setzt der Staat eigene Feiertage. Also zum Beispiel den Tag der Arbeit am 1. Mai oder den Tag der Deutschen Einheit, früher am 17. Juni, mittlerweile am 3. Oktober. Ansonsten regeln das die Landesparlamente. Die haben 1995 außer in Sachsen den Buß- und Bettag abgeschafft – zur Finanzierung der Pflegeversicherung. Und neuerdings gibt es in Nord- und Ostdeutschland einen neuen Feiertag: den Reformationstag.

Noch einmal zurück zu Mariä Himmelfahrt: Was wird da genau gefeiert?

Nach katholischer Vorstellung lebt nach dem Tod eines Menschen nur dessen Seele weiter. Der Körper hingegen wird erst am Jüngsten Tag auferweckt. Marias leibliche Aufnahme in den Himmel, die Himmelfahrt, ist also eine Besonderheit. Ein Symbol, das zeigen soll, dass alle Menschen erlöst sind.

 

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