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Geduld und Kuhmilch
Bild: elsemargriet_pixabay

Geduld und Kuhmilch

Jochen Straub
Ein Beitrag von

Jochen Straub,

Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg
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Meine Geduld ist zu Ende – dieses Gefühl habe ich manchmal, und ich glaube, ich bin ein ungeduldiger Mensch. Oft gehen mir Dinge zu langsam, oft dauert es mir viel zu lange, bis etwas fertig ist. Oft ist meine Geduld erschöpft, und ich merke, je erschöpfter ich insgesamt bin, desto schneller ist meine Geduld erschöpft. Ich glaube, Geduld ist eine Fähigkeit, die dann, wenn ich sie am meisten brauche, erschöpft ist.

Mit der Zeit wird aus Gras Milch

Mir hilft in diesen Fällen eine Karikatur, die ich schon vor langer Zeit gesehen habe. Auf der Karikatur ist eine Kuh zu sehen. Die Kuh ist auf einer grünen Wiese, und sie frisst Gras. Bei der Kuh sitzt ein Mensch, der die Kuh melkt. Vor dem Menschen und unter der Kuh steht ein Eimer, und man sieht, wie die Milch dort hinein fließt. Unter der Karikatur steht folgender Satz: „Geduld, Geduld. Mit der Zeit wird aus Gras Milch.“

Bei diesem Bild muss ich lächeln

Schon während ich dieses Bild beschreibe, muss ich lächeln, und genauso geht es mir oft auch in meiner Ungeduld. Manchen Dingen muss ich einfach Zeit geben. Bei dem Bild der gemütlich grasenden Kuh, die das Ganze auch noch einmal wiederkaut, fällt es mir leichter, geduldig zu sein, und ich muss sogar dabei lächeln. Und mit ein bisschen Geduld wird dann sogar aus Gras Milch.

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