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Valentinstag
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Valentinstag

Dr. Klaus Depta
Ein Beitrag von

Dr. Klaus Depta,

Katholischer Rundfunkbeauftragter, Fulda

Moderator/in: Kleine Geschenke, roten Rosen, Pralinen – das gehört für viele zum heutigen Tag unbedingt dazu. Denn heute ist Valentinstag. Ein Tag, der wie so viele nach einem Heiligen benannt wurde. Klaus Depta von der Katholischen Kirche: Was weiß man vom heiligen Valentin?

 

Überraschend wenig! Denn im dritten Jahrhundert gibt es gleich zwei wichtige Personen mit Namen Valentin, der eine ein Bischof, der andere Priester. Beide wurden wegen ihres christlichen Glaubens umgebracht, wurden zu Märtyrern, wie das in Kirchensprache heißt. Wie auch immer: Seit dem Mittelalter wird der heilige Valentin in Italien verehrt – und war damals schon so bekannt St. Martin und Nikolaus.

Und woher kommt dann der Brauch, Frauen Blumen zu schenken?

Einer Legende nach hat Bischof Valentin gegen den Willen des Kaisers christliche Paare getraut und ihnen dazu Blumen aus seinem Garten geschenkt. – Naheliegender aber ist die Verbindung zur Göttin Juno im Alten Rom: Die wurde am 14. Februar, also an unserem Valentinstag, als Schutzgöttin von Ehe und Familie geehrt. Und als äußeres Zeichen gab es damals schon Blumengeschenke für die Damen. Übrigens: Im späten Mittelalter war es durchaus Brauch, Paare durch das Los zueinander zu bringen – natürlich am Valentinstag. Die mussten sich dann gegenseitig etwas schenken und durften frühestens ein Jahr später heiraten.

Was bleibt für dich vom Valentinstag übrig?

 

Natürlich ist das ein Tag, an dem sich die Blumenhändler freuen. Und viele Beschenkte auch. Ist doch schön zu erfahren: Da denkt jemand an mich. Auf religiöser Ebene sollte man die speziellen Gottesdienste für Paare und Verliebte heute Abend nicht vergessen. Wer mag, kann sich da segnen lassen. Für mich mehr als nur eine schöne Geste, seine Beziehung unter den Schutz Gottes zu stellen.

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