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Mein Geld macht glücklich - wenn ich es gut anlege
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Mein Geld macht glücklich - wenn ich es gut anlege

Bernd Spriestersbach
Ein Beitrag von

Bernd Spriestersbach,

Evangelischer Schulpfarrer und Schulseelsorger, Hanau
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Geld macht nicht glücklich aber es beruhigt. So sagt man. Und da ist was dran. Wenn ich nicht auf den Cent schauen muss, kann ich gelassener sein. Zumindest was das Geld angeht. Weil Geld beruhigt.
Jetzt kommt es aber noch besser. Meine Bank verspricht: „Lachen ist einfach. Mein Geld macht mich glücklich“. Ich mache Online-banking und seit Neustem kommt diese Werbung, wenn ich das Internetportal meiner Bank öffne. Eine lockende Offerte: Mein Geld macht mich glücklich: Tolle Rendite. Flexible Verfügbarkeit. All das verspricht mir eine neue Anlageform. Nun habe ich nicht groß was zum Anlegen. Aber der Slogan geht mir trotzdem nach.  „Lachen ist einfach. Mein Geld macht mich glücklich“.
Ich bin skeptisch. Dass Geld beruhigen kann – o.k. Aber ob es mich wirklich glücklich macht? Da bin ich unsicher. Natürlich ist es toll, ohne Geldsorgen lebt es sich leichter. Und wenn ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllen kann, dann macht das auch glücklich. Leider nicht anhaltend. Das haben Untersuchungen herausgefunden: Über den neuen Fernseher, das schicke Auto oder die Eigentumswohnung – die Freude darüber ist groß. Lässt aber auch relativ schnell nach. Wird zur Gewohnheit.
Die nachhaltigste Freude, das andauerndste Glück erfahre ich, wenn ich anderen eine Freude mache. Anderen etwas Gutes tue. Mit meinem Geld. Das hat man auch herausgefunden.
Jesus hat genau darüber gesprochen. „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“(Lk 16,9). Jesu Anlageform: Eine Herausforderung mit Verheißung. „Geben ist seliger als Nehmen“(Apg 20,31).
Jesu Anlagestrategie ist eine andere als meine Bank mir anbietet. Mit meinem Geld Gutes tun. Solche Anlage macht glücklich.

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