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Maria Katharina Kasper
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Maria Katharina Kasper

Bettina Pawlik
Ein Beitrag von

Bettina Pawlik,

Katholische Gemeindereferentin, Pastoraler Raum Main-Taunus-Ost
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Es ist was Besonderes: Da trifft man jemand, dem sind andere Menschen wichtig. Man spürt: Der will helfen und unterstützen. Der hat Ideen, wie es besser werden kann.

Ein solcher Mensch war das einfache Bauernmädchen Katharina Kasper. Vor fast 200 Jahren wurde sie als achtes Kind in einer Kleinbauernfamilie geboren. Die Probleme armer Leute hat sie am eigenen Leib erlebt. Und in dem kleinen Örtchen Dernbach im Westerwald hat es damals sehr arme Leute gegeben. Viele sind nach Amerika ausgewandert. Die Leute mussten so hart arbeiten, dass sie die Alten und Kranken nicht mehr versorgen konnten. Auch die kleinen Kinder waren oft sich selbst überlassen. Diese Not hat Katharina gesehen. Und sie hat einen Weg gefunden, wie sie hier helfen kann. Zusammen mit anderen jungen Frauen hat sie die Ärmel hochgekrempelt  und sich um die Alten und um die Kinder gekümmert. Kindergarten, Schule, Krankenhaus –  das alles hat sie aufgebaut.

1851 haben die jungen Frauen dem Bischof von Limburg versprochen: „Unser Leben soll ganz dem Dienst an den Armen geweiht sein. Wir wollen selber nichts besitzen, nicht heiraten und unseren Oberen gehorsam sein.“ Das war die Geburtsstunde einer Gemeinschaft. Katharina gab ihr den Namen: Arme Dienstmägde Jesu Christi. Das klingt heute seltsam, man nennt sie darum auch die Dernbacher Schwestern.

Die Not war nicht nur im Westerwald groß. Und so wurden immer mehr Schwesternhäuser gegründet. Nicht nur im Bistum Limburg, sondern in vielen Ländern der Welt. Vielleicht erinnern sich mancher noch an seine Zeit im Kindergarten oder in der Schule bei den Dernbacher Schwestern.

Heute wird Katharina Kasper von Papst Franziskus in Rom heiliggesprochen. 

Klein hat sie angefangen –  für mich ist sie ein großes Vorbild geworden. Und ich wünsche mir auch ihren Blick für die Menschen um mich herum.

 

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