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Erster sein
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Erster sein

Thomas Drumm
Ein Beitrag von

Thomas Drumm,

Evangelischer Pfarrer, Leiter der Akademiker-SMD, Marburg
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„Erste“, ruft Paula und hält das Matheheft stolz in die Höhe. Sie hat die Rechenaufgabe schnell gelöst und ist als erste in der Klasse fertig.

„Sieger“, ruft Niklas außer Puste und klatscht mit der Hand an den Baum. Er hat das Wettrennen mit seinen Geschwistern gewonnen, als erster das Ziel erreicht.

Erster sein oder Sieger sein - für viele ist das erstrebenswert

Kinder mögen es, sich mit anderen zu messen, liefern sich gerne Wettkämpfe. Und das hört im Erwachsenenalter nicht auf. Ganz vorne dabei sein wollen. Sieger sein im Sport. Oben stehen im Beruf. Als erster das neue Handy haben. Oder bei den ersten sein, die geimpft werden. Für viele ist das etwas Erstrebenswertes.

Beim Tod hört der Konkurrenzkampf auf

Bei einem Thema ist das allerdings anders. Wenn es um den Tod geht, hören Spaß und Konkurrenzkampf auf. Da möchten die meisten dann doch nicht bei den Ersten sein. Dabei ist der Tod nicht das Ende. Das haben Christinnen und Christen gerade wieder gefeiert an Ostern.

Jesus, der "Erste der Auferstehung"

In der Bibel wird Jesus auch Erster genannt, der „Erste der Auferstehung“. Gott hat Jesus auferweckt von den Toten. Als Ersten. Das heißt: Ostern geht weiter. Es gibt eine Fortsetzung. Ostern ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein erstmaliges.

Das ist die Osterbotschaft: Die dieser Spur folgen, für die ist der Tod nicht das Letzte, nicht das endgültige Aus, sondern der Anfang eines neuen Lebens in Gottes neuer Welt.

Durch den Glauben das Leben gewinnen

Deshalb müssen Sie nicht überall die Ersten sein. Das entspannt. Sie können auch mal anderen den Vortritt lassen. Sie sind Siegerinnen und Sieger, weil sie durch den Glauben gewonnen haben. Das Leben gewonnen.

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