Kreuzfest (Kreuzerhöhung)
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Kreuzfest (Kreuzerhöhung)

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg

Morgen feiert die katholische Kirche das sogenannte Fest der Kreuzerhöhung. Ums Kreuz wird oft gestritten. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hatte im Frühjahr vorgeschrieben, in den Eingangsbereich von Behörden Kreuze aufzuhängen. Gunnar Bach von der katholischen Kirche, gehören Kreuze in öffentliche Gebäude?

Ich fand die Erklärung von Söder damals schwierig. Er meinte ja, das Kreuz ist ein Symbol für Bayern, für die Landeskultur. Ich finde, es ist nicht Sache des Staates zu erklären, was das Kreuz bedeutet. Das genau war der Punkt. Das Kreuz steht für Jesus, und für die Kirchen, und das nicht nur in Bayern, sondern weltweit. Und das steht für mich fest: eines ist es auf keinen Fall: „ein Zeichen gegen andere Menschen.“

Viele Menschen heute haben ja generell ein Problem mit dem Kreuz, es ist ihnen zu negativ und erinnert sie ans Sterben. Sie denken an Gewalt und Tod, wenn sie ein Kreuz sehen. Was bedeutet das Kreuz für dich?

Für mich steht das Kreuz für Gottes Liebe, und nicht mehr für Tod und Gewalt. Jesus hat mit seinem Tod am Kreuz den Teufelskreis der Gewalt durchbrochen. Schluss damit! Das Kreuz steht für Frieden. Für Leben! Ich find’s ganz schrecklich, das Kreuz für irgendwelche Machtinteressen zu missbrauchen. Für Christen steht fest: Jesus steht nicht auf der Seite der Machthaber, sondern auf der Seite der kleinen Leute. Denn die haben schwer zu tragen.

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