Für Kranke und Tote beten
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Für Kranke und Tote beten

Gunnar Bach
Ein Beitrag von

Gunnar Bach,

Katholischer Pastoralreferent, Pfarrei Liebfrauen, Westerburg

 Die meisten in Hessen werden es mitbekommen haben: am Sonntag ist der Mainzer Kardinal Karl Lehmann gestorben. Schon Tage vor seinem Tod haben Gläubige für ihn gebetet, und seit einer Stunde ist es auch möglich, sich von ihm zu verabschieden. In der Kirche des Mainzer Priesterseminars in der Augustinerstraße ist er aufgebahrt. Bis nächsten Dienstag wird jeden Tag um 17.00 Uhr eine Heilige Messe für ihn gefeiert. Gunnar Bach von der katholischen Kirche, es wurde und wird viel gebetet für den kranken und jetzt auch für den verstorbenen Kardinal – was ist der Sinn dahinter?

 Ich denke: im Gebet drückt sich vor allem Verbundenheit aus! Ich wünsch einem Menschen Gutes – und deshalb bete ich für ihn. In den Kondolenzbüchern im Internet für Kardinal Lehmann kann man das sehen. Da ist der Dank ganz oft mit einem Wunsch und Gebet verbunden, zum Beispiel: „Wir wünschen Kardinal Lehmann Ruhe und möge er in Frieden ruhen. Der Herr segne ihn und die Engelscharen sollen ihn aufnehmen und tragen.“ Oder ein anderer schreibt: „Möge Gott ihm den Himmel öffnen.“ Kardinal Lehmann war für viele ein wunderbarer Bischof, ein Kirchenmann mit Format. Deshalb wird für ihn gebetet, auch jetzt noch, nach seinem Tod.

Und dieses Beten vor und nach dem Tod: Was glaubst du, bringt das?

 Also erst mal drückt das Beten eine große Verbundenheit aus und es schafft auch Verbundenheit. Wir beten in den Gemeinden nicht nur für Bischöfe, sondern ich kann für jeden Menschen beten, besonders auch für kranke Menschen. In der Pfarrei, in der ich arbeite, beten wir jeden Montagabend für die Kranken. Da liegt dann in der Kirche in großes Buch aus, in das jeder Namen hereinschreiben kann. Und am Ende kann man sich vom Priester stellvertretend für die Kranken segnen lassen. Es geht darum, einen kranken oder auch einen gestorbenen Menschen Jesus ganz anzuvertrauen oder ihm einfach Gutes von Gott zu wünschen. Und ich glaube einfach: Das bewirkt Gutes. Denn letztlich liegt alles in Gottes Hand. Alles wird gut am Ende durch Gott. Das mache ich mir klar durch das Beten.

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