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Mut zum Neuanfang

Mut zum Neuanfang

Christoph Schäfer
Ein Beitrag von

Christoph Schäfer,

Katholischer Religionslehrer, Rüsselsheim
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Heute feiert die UNESCO den Welt-Radio-Tag. Außerdem wird Peter Gabriel 70 Jahre alt. Bei allen Verdiensten des wunderbaren Musikers und Sängers: Das ist natürlich Zufall. Aber für mich persönlich passt das perfekt. Denn mit PeterGabriels Song „Solsbury Hill“ verbinde ich ein sehr schönes Erlebnis, bei dem ich immer wieder denke: „Das ist einfach typisch Radio!“.

Der Song hat mich in meinem Entschluss bestärkt

Es war vor einigen Jahren: Ich hab damals noch mal beruflich umgesteuert. Mit Mitte 40. Eben war ich noch etablierter Angestellter. Jetzt auf einmal wieder in der Ausbildung: als Referendar an einer Schule. Und damals hatte ich beim Autofahren oder beim Essen-Machen in der Küche oft das Gefühl: Das Lied „Solsbury Hill“ wird gerade extra wegen mir im Radio gespielt. Denn es hat damals einfach genau zu mir gepasst. Der Song erzählt nämlich von einer ganz ähnlichen Situation. Und verbindet das mit einer enorm positiven Botschaft. Sie lautet: Es lohnt sich, Vertrautes, aber nicht mehr Passendes aufzugeben. Und Neues zu beginnen. Das hat mir jedes Mal, wenn ich es im Radio gehört hab, Kraft gegeben. In meiner Entscheidung bestärkt.

Pause machen und neu ausrichten

Peter Gabriel ging es beim Schreiben des Songs wohl auch so, hab ich dann irgendwann mal gelesen. Mitte der 70er Jahre hat er überlegt, die Band Genesis mit ihren Superstar-Zwängen zu verlassen. Eine schwere Entscheidung, die aber reifte und sich letztlich gut anfühlte: Gabriel wanderte damals regelmäßig auf den Solsbury Hill bei seiner Heimatstadt Bath. Hier machte er mit sich selbst aus, sein Leben neu auszurichten. Und er spürte, dass eine innere Stimme ihn unterstützte. Diese Erfahrung schildert er in seinem Song – verbunden mit einer mitreißenden Melodie, die ins Ohr geht.

Impuls aus dem Radio

Wenn ich den Song heute im Radio höre, spür ich immer noch diesen Mut machenden Impuls. Und eine Portion Courage, aus dem üblichen Trott auszuscheren, kann ich auch jetzt im Alltag gebrauchen: Vor kurzem hab ich mich spontan mit einem Freund getroffen, der etwas weiter entfernt wohnt. Das Treffen hat uns beiden wahnsinnig gut getan. In solchen Momenten merke ich: Der Solsbury Hill – der kann auch hier in meiner Alltagswelt  liegen. Wenn ich mich traue und einfach aufbreche.

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