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Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt

Moderator/in: Die große Frage zur Zeit jeden Morgen: Was zieh ich an!? Man sieht Leute in kurzen Hosen auf dem Rad und andere tragen schon Pudelmütze. Alexandra Becker von der katholischen Kirche. Manche nervt diese Übergangszeit – geht dir das auch so?

Nein, gar nicht. Ich mag diese Zeit zwischen den Jahreszeiten total gerne. Auf der einen Seite genieß ich die Sonne und gleichzeitig freu mich auch schon auf dicke Socken und Decken auf der Couch. Vor allem kann ich endlich die Übergangsjacke aus dem Schrank holen ;-). Und tatsächlich finde ich diese Zwischenzeit sogar ziemlich wichtig.

Ok. Warum denn?

Es geht eben nicht Schlag auf Schlag. Oft hab ich einen Termin nach dem anderen. Manchmal weiß ich dann nicht mal, was ich gestern zum Mittagessen hatte. Und jetzt hab ich Zeit, den Sommer noch ein bisschen „nachzuschmecken“, bevor der Herbst so richtig los geht. Diese Zeit mag sich aber auch nicht jeder nehmen. Letzte Woche hab ich per whatsapp eine Nachricht geschickt bekommen: „Er ist wieder da“ – dazu ein Bild vom Lebkuchen.

Und Lebkuchen magst du nicht? ;-)

Doch sehr! Aber ich will ihn jetzt noch nicht. Im Alten Testament in der Bibel steht: „Alles hat seine Zeit“. Also jede Stunde hat einen eigenen Charakter, ‘ne eigene Qualität. Einen eigenen Wert kann man sagen. Ich glaube auch, dass das so ist. Und deshalb: Jetzt freu ich mich über die Übergangsjacke, dann über die bunten Herbstblätter und im Advent gibt’s Lebkuchen satt.

 

 

 

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