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Mit Gott auf dem Fußballrasen
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Mit Gott auf dem Fußballrasen

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von

Marcus C. Leitschuh,

Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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Ich fiebere dem letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga entgegen. Der findet morgen statt. Bis zum Schluss geht es für einige Vereine um wichtige Punkte. Wenn die Mannschaften morgen auf den Rasen auflaufen, werden sich einige Spieler auch wieder bekreuzigen. Es gibt nicht wenige Fußballer, die sich offen zu Gott bekennen und über ihren Glauben sprechen. Der scheidende Eintracht-Trainer Niko Kovac bekennt sich zu seinem christlichen Glauben. Als er mit der Eintracht den Abstieg verhinderte, machte er danach aus Dankbarkeit eine Wallfahrt. Einer Tageszeitung sagte Kovac „Wenn man versucht, sich an der Bibel entlang zu hangeln, dann hat man alles, was man braucht: Ehrlichkeit, Offenheit, Freundlichkeit, Respekt, Toleranz, da gibt es noch vieles mehr, wonach in der heutigen Zeit wieder gesucht wird.“ Nach dem Sieg der Bayern im Finale der Champions League 2013 streifte sich David Alaba ein Shirt mit der Aufschrift „Meine Kraft liegt in Jesus“ über. Zwei Beispiele, wie sehr Fußballer ihren Glauben mit aufs Fußballfeld nehmen. Natürlich würden weder ein Kreuzzeichen, noch das Küssen des Rasens würden aus mir einen genialen Fußballer machen. Dafür fehlten mir einfach das Talent. Glauben ist keine Zauberei und kein frommer Automatismus. Wenn Sportler vor dem Spiel beten oder sich bekreuzigen, dann ist das eher ein Zeichen dafür, dass sie ihren persönlichen Glauben nicht in der Kabine lassen. Dass für sie Religion, Glauben und dieses sich-unter-den-Segen-Gottes-Stellen nicht nur etwas für den Kirchgang ist, sondern etwas für den Beruf, das Privatleben, den Alltag. Christen glauben daran, dass Gott sie in allen Lebensbereichen und Lebenssituationen begleitet. Er freut sich an Kräften und baut in Schwachheit auf. Ja, und Gott freut sich am geglückten Torschuss des Fußballers. Gott ist ein Begleiter für das ganze Leben. Deshalb finde ich es gut, wenn Menschen sich trauen, ihren Glauben zu zeigen. Auch auf dem Fußballplatz.

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