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Dankbar
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Dankbar

Rolf Müller
Ein Beitrag von

Rolf Müller,

Pastoralreferent Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Frankfurt

Ein Blick in meinen Kalender lässt mich staunen: Jetzt sind es nur noch knapp zwei Wochen und dann sind Sommerferien. „Mensch ist das schnell gegangen!“ denk ich mir; „eben war doch gerade noch Ostern, und Fastnacht ist auch noch nicht so lange her!“ Aber es ist wahr: Das Jahr 2018 ist schon fast zur Hälfte vorbei. Das ist eine gute Gelegenheit für mich, noch einmal an das letzte halbe Jahr zurück zu denken. Denn ich weiß noch genau, was ich mir für dieses Jahr alles so vorgenommen habe. Zuerst fällt mir natürlich das ein, was alles nicht so gut war. Ich wollte mehr Pausen beim Arbeiten einlegen – das hat nur ganz selten geklappt. Da war der Plan, ein Wochenende mit einem Freund zum Entspannen wegzufahren – das kam nicht zustande. In meiner Gemeinde findet nächstes Jahr eine große Veranstaltung statt, die wollte ich schon lange geplant haben – auch da hinke ich total hinterher. Ich könnte diese Liste fortsetzen.

Ich finde das komisch: Immer fallen mir zuerst die nicht so guten Sachen ein, wenn ich so zurückdenke. Ich könnte es ja mal bewusst andersherum machen: Ich suche ganz bewusst nach den schönen Erlebnissen im letzten halben Jahr. Die fallen mir zwar nicht ganz so spontan ein, aber es gibt sie: Die tolle Fahrt mit Jugendlichen nach Rumänien, das große Familienfest im März, das wunderschöne Wochenende im Elsass im Mai. Außerdem: Ich bin gesund geblieben! Ja, je länger ich überlege, umso größer wird die Liste. So langsam geht mir auf: Eigentlich war das Jahr 2018 bis jetzt ein ganz gutes gewesen. Ich habe viel Grund, Gott dankbar zu sein für so viel Schönes, das ich erlebt habe – denn das übertrifft meine Misserfolge bei weitem!
„Dankbarkeit“ – das ist ein gutes Gefühl für mich. Es zeigt mir: Gott trägt mich und es motiviert mich für die „2. Halbzeit“ des Jahres 2018: Ich will mit neuer Kraft nach den Ferien wieder loslegen und dann auch das angehen, was in der „1. Halbzeit“ nicht so gut gelaufen ist. Und ich vertraue drauf: Auch im nächsten Halbjahr wird es wieder Vieles geben, für das ich dankbar sein kann!

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