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Was Gott und Papas gemeinsam haben
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Was Gott und Papas gemeinsam haben

Christina Ellermann
Ein Beitrag von

Christina Ellermann,

Pastoralreferentin an der Edith-Stein-Schule in Darmstadt

Heute am Feiertag Christi Himmelfahrt können viele Hessen einfach mal ausspannen. Und am Vatertag – wie Christi Himmelfahrt auch genannt wird – sind viele Väter mit Bollerwagen, Getränken und Proviant unterwegs. Den Brauch gibt´s in einigen Regionen: Väter und Männer gehen zusammen auf Tour und feiern. Ich frage heute mal Christina Ellermann von der katholischen Kirche: Was hat dieser Brauch eigentlich mit Christi Himmelfahrt zu tun?

Dieser Brauch wahrscheinlich gar nicht so viel. Der geht wohl eher auf sogenannte Herrenpartien oder Flurbegehungen vergangener Zeiten zurück. Aber Christen feiern auch einen Vater, und zwar einen ganz besonderen: nämlich Gott. Und zu dem kehrt Jesus 40 Tage nach Ostern an Christi Himmelfahrt wieder zurück.

Naja, das passt dann ja vielleicht doch zusammen: Da geht´s um die Rückkehr zum Vater im Himmel und hier um die Väter auf Erden. Würdest Du sagen: Der Vater im Himmel und die Väter auf Erden haben was gemeinsam?

Ich finde, ich kann zu beiden im Idealfall absolutes Vertrauen haben. Zu meinem Vater fällt mir das natürlich leichter, den kann ich treffen und mit ihm reden. Mit Gott ist das nicht so einfach. Mit ihm rede ich anders. Aber Jesus macht es mir vor. Er nennt Gott beim Beten nicht: „allmächtiger Herrscher“, „höchster Herr“ oder so. Er nennt ihn in seiner aramäischen Muttersprache ganz einfach: „Abba“. Übersetzt heißt das so was wie „Papa“. Jesus will mir Mut machen. Auch ich kann zu Gott Papa sagen - muss ihn nicht mit großen Titeln anreden. Ich kann ihm alles sagen, was mich beschäftigt. Der Papa im Himmel und der auf der Erde meinen es nämlich gut mit mir. Und das ist bestimmt auch ein Grund, warum wir heute mal alle Papas – im Himmel und auf der Erde - ordentlich feiern können!

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