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Unser  Kindergarten bekommt einen neuen Namen
Bildquelle Pixabay

Unser Kindergarten bekommt einen neuen Namen

Bettina Pawlik
Ein Beitrag von

Bettina Pawlik,

Katholische Gemeindereferentin, Pastoraler Raum Main-Taunus-Ost
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Marie kommt aufgeregt nach Hause. „Stell dir mal vor, Mama, unser Kindergarten bekommt einen neuen Namen! Kaufst du mir das neue T-Shirt?“ Maries Mutter kann gar nicht so schnell zuhören, wie es aus Marie heraussprudelt. „Jetzt mal langsam“ sagt sie, „wir haben doch noch von deiner Schwester eins mit dem Kindergartenmännchen drauf.“ „Aber das sieht jetzt ganz anders aus. Naja, nicht ganz anders. Das Männchen ist noch dasselbe. Aber trotzdem anders!“ „ Erzähl doch mal, Marie“ rufen die Geschwister. Sie kennen das Männchen auf dem T-Shirt noch gut aus ihrer Kindergartenzeit. Frech dreht es dem Betrachter den Popo zu und grinst dabei durch die Beine. Alle Kinder im Kindergarten lieben dieses Männchen.

Und Marie erzählt: „Das Männchen hat sich herumgedreht. Es guckt uns an. Und in einer Hand hält es ein Brot und in der anderen eine Rose“ „Das ist aber blöd“ sagt Robert, der Bruder. „Warum soll es denn anders aussehen? Mir hat es so gefallen, wie es war“ „Das hat bestimmt was mit dem neuen Namen zu tun“, sagt die Mutter. „Ja genau!“ sagt Marie. „Wie soll der Kindergarten denn jetzt heißen?“ fragt Klara, die Schwester. Bis jetzt heißt der Kindergarten nämlich einfach so wie der Hügel, auf dem er liegt: Kindergarten Linsenberg.

 „Die Sabine hat gesagt, dass der Kindergarten jetzt bald Sankt Elisabeth heißt.“ Sabine ist die Erzieherin von Marie. „Und die Elisabeth hat mal was mit Brot und Rosen gemacht.“ Die Mutter kennt die Geschichte auch. Sie erzählt den Kindern: „Die heilige Elisabeth hat sich immer um die armen Leute gekümmert. Sie war eine Königstochter und hat eine Grafen geheiratet. Oft hat sie den armen  Leuten Brot gebracht. Das haben ihre Verwandten nicht immer gerne gesehen. An einem Abend hat sie einen Korb mit Brot aus der Burg gebracht. Da wurde sie angehalten. Als sie den Korb vorzeigte, waren Rosen drin. So hat Gott ihr geholfen, Gutes zu tun. Und nach dieser Frau soll bald euer Kindergarten heißen, Marie?“ Marie nickt. Dann sagt sie noch: „Wir überlegen auch schon, wem wir mal helfen können. So wie Elisabeth.“

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Marie kommt aufgeregt nach Hause. „Stell dir mal vor, Mama, unser Kindergarten bekommt einen neuen Namen! Kaufst du mir das neue T-Shirt?“ Maries Mutter kann gar nicht so schnell zuhören, wie es aus Marie heraussprudelt. „Jetzt mal langsam“ sagt sie, „wir haben doch noch von deiner Schwester eins mit dem Kindergartenmännchen drauf.“ „Aber das sieht jetzt ganz anders aus. Naja, nicht ganz anders. Das Männchen ist noch dasselbe. Aber trotzdem anders!“ „ Erzähl doch mal, Marie“ rufen die Geschwister. Sie kennen das Männchen auf dem T-Shirt noch gut aus ihrer Kindergartenzeit. Frech dreht es dem Betrachter den Popo zu und grinst dabei durch die Beine. Alle Kinder im Kindergarten lieben dieses Männchen.

Und Marie erzählt: „Das Männchen hat sich herumgedreht. Es guckt uns an. Und in einer Hand hält es ein Brot und in der anderen eine Rose“ „Das ist aber blöd“ sagt Robert, der Bruder. „Warum soll es denn anders aussehen? Mir hat es so gefallen, wie es war“ „Das hat bestimmt was mit dem neuen Namen zu tun“, sagt die Mutter. „Ja genau!“ sagt Marie. „Wie soll der Kindergarten denn jetzt heißen?“ fragt Klara, die Schwester. Bis jetzt heißt der Kindergarten nämlich einfach so wie der Hügel, auf dem er liegt: Kindergarten Linsenberg.

 „Die Sabine hat gesagt, dass der Kindergarten jetzt bald Sankt Elisabeth heißt.“ Sabine ist die Erzieherin von Marie. „Und die Elisabeth hat mal was mit Brot und Rosen gemacht.“ Die Mutter kennt die Geschichte auch. Sie erzählt den Kindern: „Die heilige Elisabeth hat sich immer um die armen Leute gekümmert. Sie war eine Königstochter und hat eine Grafen geheiratet. Oft hat sie den armen  Leuten Brot gebracht. Das haben ihre Verwandten nicht immer gerne gesehen. An einem Abend hat sie einen Korb mit Brot aus der Burg gebracht. Da wurde sie angehalten. Als sie den Korb vorzeigte, waren Rosen drin. So hat Gott ihr geholfen, Gutes zu tun. Und nach dieser Frau soll bald euer Kindergarten heißen, Marie?“ Marie nickt. Dann sagt sie noch: „Wir überlegen auch schon, wem wir mal helfen können. So wie Elisabeth.“

 

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