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Gesegnete Wochenanfänge
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Gesegnete Wochenanfänge

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von

Marcus C. Leitschuh,

Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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Heute ist Montag, die Woche beginnt. Was auch immer sie in dieser neuen Woche vor haben, der Montag ist wie ein Startsignal für die kommenden sechs Tage. Deshalb spricht man gerne vom Montag als ersten Tag der Woche. Nach jüdischer und christlicher Tradition allerdings beginnt die Woche schon mit dem Sonntag. Bis 1976 war auch in Deutschland der Sonntag ganz offiziell der Anfang der Woche und wurde auch so gefeiert. Mit Gottesdienst und Segen starten die Christen in die neue Woche und denken an die Auferstehung Jesu. Die hat nach biblischem Bericht am ersten Tag der Woche stattgefunden – einem Sonntag. Weltweit hat sich allerdings mehr und mehr die Zählung ab dem Montag durchgesetzt. Sogar eine weltweite Norm gibt es. So wie DIN A4 die Papiergröße normiert, legt die „ISO 8601“ unsere Tageszählungen ab Montag fest. So wurde der Montag zum Start in die Woche.

Ob nun der Montag der erste oder der zweite Tag in der Zählung der Woche ist – schlimm finde ich das nicht. Es kommt nicht auf den Tag, sondern die Einstellung an: Als Christ kann ich mich von Gottes Segen in dieser Woche begleitet fühlen. Ich glaube, dass Gott gemeinsam mit uns Menschen auf die vergangene Woche zurückblickt und mit auf die neue Woche schaut. Gott wünscht sich, dass die Pläne der Menschen gelingen, dass Erwartungen erfüllt werden können und Gutes gelingt. Das segnet er. Diesen Segen wünsche ich auch Ihnen. Und ich wünsche diesen Segen auch den Menschen, die Sie in der kommenden Woche für sich hilfreich erleben und denen Sie helfen können. Denn Gottes Segen ist kein himmlischer Automatismus. Gottes Liebe, Wohlwollen und Segen für die Menschen braucht die Tatkraft, Hilfsbereischaft und Liebe von uns Menschen. Gott will, dass Menschen zum Segen für andere Menschen werden. Gottes Segen kann eine Hilfe sein, gut in die Woche zu kommen. Es kommt nicht darauf an, wie wir die Tage zählen, es kommt darauf an, was wir aus ihnen machen.    

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