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Gefährliches Lästern

Gefährliches Lästern

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in: Hand aufs Herz: Haben Sie heute schon gelästert? Etwa 15 Prozent aller Arbeitsmails enthalten laut einer Studie aus den USA Klatsch und Tratsch über Kollegen. Irgendwie erschreckend, oder Alexandra Becker von der katholischen Kirche in Frankfurt?

Ja schon. Und ich glaub: in der Kaffeepause oder beim Mittagessen, also ganz analog, da wird noch viel mehr gelästert. Und ehrlich gesagt: Einfach mal Dampf ablassen, das tut ja auch manchmal gut.

Dann ist das Lästern also gar nicht so schlimm?

Naja, es ist grundsätzlich schon nicht ok, hinter dem Rücken über andre schlecht zu reden. Das gibt dem andren keine Chance, Dinge richtig zu stellen. Und manches Lästern ist sogar gefährlich.

Wie meinst du das? 

Papst Franziskus sagt: Wer lästert, ist wie ein Terrorist, der eine Bombe wirft und dann wegrennt.

Puh, das ist wirklich ein krasses Bild! 

Ja, aber da ist auch was dran. Da geht’s auch nicht um jeden kleinen Tratsch zwischen Freundinnen. Aber Mobbing fällt mir da ein oder auch fake news. Gerüchte sind schnell in die Welt gesetzt und lassen sich dann nicht mehr stoppen. Und manchmal kann so ein Gerücht echt das ganze Leben zerstören. Da hilft es doch, so ein krasses Bild im Kopf zu haben, bevor ich etwas Falsches über jemanden weitererzähle.

 

 

 

 

 

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