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Ein Traum in Zeiten von Corona
Bild: Alexandra Koch/Pixabay

Ein Traum in Zeiten von Corona

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar
Ein Beitrag von

Dr. Elisabeth Krause-Vilmar,

Evangelische Pfarrerin, Bad Vilbel
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Das Coronavirus macht weder vor Landesgrenzen noch Sprachgrenzen halt und betrifft die ganze Menschenfamilie. Alle sind verwundbar. Die Welt ist von Corona schwer gezeichnet – die ganze Welt, die für mich trotz und mit Corona Gottes Welt ist und bleibt.

Das Virus haben wir alle gemeinsam. Die gebündelte Aufmerksamkeit, die acht Milliarden Menschen auf das Virus richten, ist historisch einzigartig. Alle richten ihren Blick auf das Virus.

Mit einem Hirtenbrief reagiert der Weltkirchenrat – eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen – auf die globale Herausforderung durch das Coronavirus. Agnes Abuom aus Kenia, die Vorsitzende des Weltkirchenrats, ruft alle Menschen in der ganzen Welt auf, das Leben zu schützen. Sie nimmt besonders die in den Blick, die durch Kriege und Hungersnöte vertrieben wurden und die nicht genug zum Leben haben. Sie fordert Solidarität mit denen, die kein Zuhause haben, in dem sie sich vor dem Coronavirus schützen können, und mit denen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Ich habe einen Traum, dass das Coronavirus uns als Menschenfamilie zusammenschweißt, dass diese Krise uns zeigt, dass Wohlstand und Frieden nicht selbstverständlich sind, dass uns das Leben anderer berührt – egal ob sie in der Nähe oder am anderen Ende der Welt leben – und dass wir nach dieser globalen Erschütterung und nach dem Innehalten nicht einfach so weitermachen wie bisher, sondern kleine Schritte hin zu einer gerechteren Welt machen. Eine Welt, wie sie Gott gewollt hat. Dazu gehört für mich hinzuschauen auf die Not anderer und mitzufühlen.

Jeder Mensch zählt und ist wertvoll – und es ist genug für alle da.

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