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Ein freier Stuhl für Gott und die Lieben
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Ein freier Stuhl für Gott und die Lieben

Alexandra Becker
Ein Beitrag von

Alexandra Becker,

Katholische Pastoralreferentin, Pfarrei St. Franziskus, Frankfurt
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Moderator/in:Vielen fällt es im Moment ja schwer zu sagen, welchen Wochentag wir gerade haben. Viele Termine fallen aus, im Homeoffice sind die Tage sehr ähnlich – da kann das schon mal passieren. Heute ist Donnerstag, aber nicht irgendeiner. Heute ist Gründonnerstag. Alexandra Becker von der katholischen Kirche. Ein kirchlicher Feiertag ist das: Was ist denn das Besondere an diesem Donnerstag?

Am Gründonnerstag erinnern wir uns in der Kirche an das sogenannte letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern und wahrscheinlich ein paar anderen Freunden gefeiert hat. Es war „das letzte“, weil er am nächsten Tag verurteilt und gekreuzigt wurde. 

Und warum ist das so ein wichtiger Feiertag?

Bis heute feiern wir Christen im Gottesdienst so ein Mahl, wie Jesus es damals gefeiert hat. „Tut dies zu meinem Gedächtnis“, hat Jesus gesagt - und er hat versprochen, dass er dann besonders bei uns ist im gewandelten Brot.

In diesem Jahr kann es wegen des Versammlungsgebots ja keinen gemeinsamen Gottesdienst geben...

Genau. Und das ist ein ganz komisches Gefühl. Ich habe die Menschen in unserer Pfarrei aber eingeladen, trotzdem zu feiern. Zu Hause. Am besten mit einem richtig guten Essen, mit Wein, am schön gedeckten Tisch. Und dabei einen Platz mehr einzudecken als nötig. Das kommt ursprünglich aus der jüdischen Tradition. Dieser Platz könnte symbolisch frei sein für Gott, denn dem begegnen wir ja nicht nur in der Kirche. In diesem Jahr könnte er aber auch für alle die stehen, die wir nicht besuchen können und die wir so gerne bei uns hätten.

 

 

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