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Gänseblümchen
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Gänseblümchen

Jochen Straub
Ein Beitrag von

Jochen Straub,

Seelsorge für Menschen mit Behinderung im Bistum Limburg

Ich liebe Gänseblümchen. Meine ganze Wiese ist voll davon. Und es tut mir immer leid, wenn ich beim Rasenmähen über diese Gänseblümchen mit dem Mäher fahre. Gänseblümchen sind für mich so wie ein Mini-Ebenbild der Sonne: in der Mitte ganz viel gelb. Rundum die Mitte ganz viele kleine zarte Blätter wie Sonnenstrahlen.

Ich muss bei den Gänseblümchen deshalb immer an ein Lied denken. Es ist ein Lied über Gott und seine Liebe: „Gottes Liebe ist wie die Sonne, sie ist immer und überall da.“ Das Lied singe ich ziemlich gerne, und dabei denke ich oft an meine Gänseblümchen, die Mini-Ebenbilder der Sonne. Sie leuchtet mit ihrem Gelb, und sie strecken sich mit ihren Strahlen eben dieser Sonne wieder entgegen. Manchmal pflücke ich dann ein paar Gänseblümchen und lege sie an einen Platz, an dem ich oft vorbeikomme. Mit ein bisschen Wasser erinnern sie mich ein paar Tage lang und sagen mir: Gottes Liebe ist wie die Sonne. Sie ist immer und überall da.

Manchmal schenke ich Gänseblümchen auch weiter. Manchmal bekomme ich von meiner Tochter auch eine Handvoll Gänseblümchen geschenkt. Und dann denke ich: Ja, so ist das auch mit der Liebe der Menschen und auch mit Gottes Liebe. Sie wird weitergeschenkt. Sie strahlt nicht nur für mich, sondern für alle Menschen. Ihre Sonne spüre ich, wenn ich Licht und Wärme weitergebe an andere und wenn andere mir ihr Leuchten weiterschenken.

Ich liebe Gänseblümchen!

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