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Stairway to heaven
Bildquelle: pixabay

Stairway to heaven

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von

Marcus C. Leitschuh,

Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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Eine Frau ist sich sicher, dass alles Gold ist, was glänzt. Und sie kauft sich eine Treppe in den Himmel. Davon handelt ein Lied, dass heute vor 48 Jahren auf Schallplatte erschien: Am 8. November 1971 veröffentlichte die legendäre britische Band „Led Zeppelin“ ihr bekanntestes Lied - „Stairway to Heaven“. Übersetzt heißt das „Treppe in den Himmel“. Eine legendäre Treppe, die da besungen wird. Von einer ganz anderen Treppe in den Himmel erzählt die Bibel rund um die Person des Jakob. Der ist auf der Flucht. Im Traum sieht er die Vision eines Auf- und Abstieges zwischen Erde und Himmel. In seiner Not ist für den verfolgten Jakob diese Leiter in den Himmel ein Ausweg. Vor den Problemen des irdischen Lebens kann er in den Himmel flüchten. Für den Jakob aus der Bibel ist die Himmelsleiter eine wunderbare Vision, weil er den Aufstieg in den Himmel als Gottes Hilfsangebot sieht: Weg von den Sorgen dieser Welt, Stufe für Stufe und Sprosse für Sprosse hoch in den rettenden Himmel.
Für Jakob mag dieser Himmelsleitertraum gut gewesen sein. Und für uns heute? Ja, auch ich wünsche mir manchmal einen „Stairway to heaven“. Wenn ein Problem auftaucht, wäre es so bequem, wenn sich plötzlich eine Tür öffnete und eine Treppe zum Himmel erscheint und ich weglaufen könnte. Nur: Weglaufen löst keine Probleme. Ich finde, dass wir Menschen mit unglaublich viel Kreativität, Kraft und Ideenreichtum gesegnet sind. Diese Kompetenzen gilt es ein um das andere Mal einzusetzen. Gerade dann, wenn Probleme vor uns liegen. Es gibt immer mehrere Möglichkeiten, mit einem Problem umzugehen. Und so heißt es am Ende auch im Lied: „Ja, es gibt immer zwei Wege, denen du folgen kannst. Aber auf lange Sicht gesehen, ist immer genügend Zeit für dich, Deinen Weg zu ändern.“ Genau daran denke ich heute, wenn ich den Hit „Stairway to heaven“ höre. Nichts und niemand darf mich in eine Richtung schieben und mir Alternativlosigkeit vorgaukeln. Ich habe immer die Wahl und ich glaube daran, dass Gott mir immer und immer wieder den Himmel öffnet und Wege zu ihm zeigt.

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