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Der WM-Wunschzettel
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Der WM-Wunschzettel

Rolf Müller
Ein Beitrag von

Rolf Müller,

Pastoralreferent Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Frankfurt

Heute in einer Woche geht es los, endlich! Als großer Fußballfan freue ich mich schon so lange auf die Weltmeisterschaft 2018. Da gibt es - gerade in den ersten Wochen -  fast jeden Tag eine Menge Fußball zu sehen. Ich freue mich auf die Atmosphäre in diesen Tagen, auf viele spannende Spiele und auf schöne Tore. Gleichzeitig habe ich auch ein wenig Angst: Vor randalierenden, sogenannten „Fans“, vor Unsportlichkeiten bei Spielern und Trainern, die jedes Spiel kaputt machen können und vor einem falschen und übersteigerten Nationalismus, der allzu oft bei den Länderspielen vorkommt.

Deswegen habe ich eine „innere Wunschliste“ für diese WM. Da steht viel drauf. Ich wünsche mir, dass es bei dieser WM friedlich bleibt, auf und neben dem Platz. Ich wünsche mir, dass es fair bei den Spielen zugeht und sich möglichst kein Spieler schwer verletzt. Ich wünsche mir, dass es – bei aller Begeisterung für ein Land – immer nur um das Fußballspielen geht und nicht um irgendwelche andere Feindschaften. Ich würde mich so freuen, wenn der Fußball die Menschen miteinander verbindet und nicht trennt. Und ich wünsche mir ein Herz für die Verlierer: Ich denke da an die Spieler, die oft nach den Niederlagen im wahrsten Sinne des Wortes am Boden liegen. Da ist es für mich immer schön zu sehen, wenn es Menschen gibt, die sie trösten und sie wieder aufbauen.

Was ich mit meinem „inneren WM-Wunschzettel“ mache? „Die musst du dem Fußball-Gott geben“, hat mir ein Freund gesagt. An den glaube ich aber nicht. Aber ich glaube an einen Gott, von dem Jesus gesagt hat, dass wir ihn um alles bitten dürfen. „Warum dann nicht auch meine Wünsche für die WM?“, denke ich mir. Also werde ich meinen Wunschzettel nächsten Donnerstag beim Beten mitnehmen – und darauf hoffen, dass es eine wirklich gute WM wird.

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