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Pfade suchen und finden
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Pfade suchen und finden

Marcus C. Leitschuh
Ein Beitrag von Marcus C. Leitschuh, Katholischer Religionslehrer und Autor, Kassel
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Über der beigen Kluft ist das Halstuch gebunden. Auf die rechte Brusttasche ist das Symbol einer Lilie aufgenäht. Auf dem Kopf, ein Lederhut. Ich spreche von Pfadfindern. "Gut Pfad!" So heißt der Pfadfindergruß. Dieser Gruß wird heute bestimmt besonders oft gesagt, denn heute ist für einige Pfadfinder ein ganz besonderer Tag. Am 7. Oktober 1929 wurde die "Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg", kurz DPSG, gegründet. 95.000 Kinder und Jugendliche machen in den Pfadfinderstämmen heute mit.

In der Natur unterwegs sein. Neues entdecken und ausprobieren. Gemeinsam in der Gruppe das eigene Umfeld gestalten. Das sind einige Ziele der Pfadfinder.Christliche Pfadfinder leiten ihre Grundsätze auch aus dem Glauben ab. Pfadfinderinnen und Pfadfinder übernehmen Verantwortung. Das Pfadfinden soll alle Kinder und Jugendliche zu starken und selbstständigen Persönlichkeiten machen. Sie sollen ihren Weg finden. Nicht nur beim Zeltlager, sondern auch im Alltag.

Denn: Sind nicht alle Menschen irgendwie so etwas wie Pfadsucher und Pfadfinder? Ich erlebe es immer wieder: Wege durch die Probleme dieser Zeit zu finden, das ist nicht leicht. Für mich ist mein Glaube eine Orientierungshilfe. Einen guten Pfad, einen richtigen Weg finden, da geben mir die christlichen Werte, die Charta der Menschenrechte und auch unser Grundgesetz Orientierung. Wer Orientierung hat, der kann auch einen Weg finden. Und der kann – so wie die Pfadfinder – anderen dabei helfen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie einen guten Pfad finden. Und ich wünsche Ihnen Menschen, die Ihnen beim Pfadfinden helfen. In diesem Sinne "Gut Pfad!".

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